Schäuble: IWF soll sich langfristig wieder aus Europa zurückziehen

Schäuble: IWF soll sich langfristig wieder aus Europa zurückziehen

Der IWF sei nicht gegründet worden, "um dauerhaft Europa unter die Arme zu greifen", sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Daher gehe ich davon aus, dass er sich langfristig nach dem Abschluss der Programme wieder auf seine Kernaufgaben wird konzentrieren können."

Die Beteiligung des IWF an der Griechenland-Rettung neben der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission nannte Schäuble allerdings richtig. "Keine andere Institution hat eine solche Expertise bei Staatsschuldenproblemen und Reformprogrammen", sagte er zur Begründung.

Der Minister hatte bereits Mitte der Woche erklärt, die Europäer sollten sich alle Mühe geben, ihre Probleme so in den Griff zu bekommen, dass sie den Fonds nicht mehr brauchen. Dabei hatte er auf den wachsenden Unmut verwiesen, den es unter den außereuropäischen IWF-Anteilseignern über dessen starkes finanzielles Engagement in Europa gibt.

Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, hatte jüngst die Rolle des IWF in der Euro-Schuldenkrise heftig kritisiert. Auch er sprach sich dafür aus, auf längere Sicht auf den Fonds als Mitglied der Troika, die die Empfängerländer von Hilfsprogrammen bewertet und deren Sanierungsweg laufend kontrolliert, zu verzichten. Allerdings gibt es auch viele Experten, die eine IWF-Beteiligung an Hilfsprogrammen vor allem wegen dessen hohen Ansehens an den Finanzmärkten immer noch für unerlässlich halten.

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