Russland: Wladimir Putin redet die Kapitalflucht schön

Russland: Wladimir Putin redet die Kapitalflucht schön

Der von der offiziellen Statistik registrierte Abfluss von Kapital aus Russland bedeutet laut Präsident Wladimir Putin nicht immer eine direkte Flucht von Anlegern, weil ein Teil dieser Mittel im Ausland investiert wird.

Der Kapitalabfluss dürfte nicht so geradlinig betrachtet werden wie es oft getan werde. "Der Abfluss von Kapital bedeutet unter unseren Bedingungen keine direkte Flucht von Kapital, denn das russische Business investiert einen beachtlichen Teil der abgeflossenen Summe im Ausland", sagte Putin am Donnerstag in einer Sitzung des russischen Staatsrates in Moskau.

"2012 hatte die Sberbank zwei große Finanzinstitute übernommen - eine Bank in Osteuropa und die andere in der Türkei. Die ausgegebenen Mittel werden statistisch dem Kapitalabfluss angerechnet. Aber im Grunde ist das keine Kapitalflucht, sondern eine Expansion auf dem Außenmarkt. Und mehrere andere Unternehmen tun das Gleiche", sagte der Präsident.

Der Netto-Zufluss von Kapital in Russland war nach Ausbruch der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 dem Abfluss gewichen, als 133,7 Milliarden US-Dollar aus Russland flüchteten. 2009 verringerte sich der Abfluss auf 56,1 Milliarden und 2010 auf 34,4 Milliarden Dollar sowie stieg 2011 wieder - auf 80,5 Milliarden Dollar. Für 2012 rechnet das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung Russland mit einem Kapitalabfluss von bis zu 75 Milliarden Dollar. Die Prognose der Bank von Russland liegt bei 65 Milliarden bis 67 Milliarden Dollar.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa