Russischer Umweltaktivist Witischko im Hungerstreik

Russischer Umweltaktivist Witischko im Hungerstreik

Jewgeni Witischko befestigte Protest-Plakate an einem Zaun, um auf die Umweltsünden in Sotschi aufmerksam zu machen. Vergangenen Mittwoch wurde er dafür zu drei Jahren Lagerhaft verurteilt. Nun ist der Geologe im Hungerstreik.

Moskau/Sotschi. Der russische Umweltaktivist Jewgeni Witischko befindet sich nach Angaben seiner Organisation im Hungerstreik. Witischko verweigere die Nahrungsaufnahme, seit er am Mittwoch von einem Berufungsgericht in Krasnodar zu drei Jahren Lagerhaft verurteilt worden sei, teilte die Vereinigung für die Verteidigung der Umwelt im Nordkaukasus am Montag mit.

Das Gericht in Krasnodar bestätigte ein Urteil aus der ersten Instanz, in dem Witischko wegen eines Verstoßes gegen Bewährungsauflagen schuldig gesprochen und zu der dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Witischko, der gegen Umweltsünden im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi kämpft, war 2012 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er an einem Zaun in einem Naturschutzgebiet Protestplakate angebracht hatte.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärte am Samstag, das jüngste Urteil gegen Witischko stehe nicht im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, die derzeit in Sotschi ausgetragen werden. Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere hatte das Strafmaß für Witischko am Sonntag bei einem Besuch in Sotschi als "nach unserer Rechtsordnung ziemlich unverhältnismäßig" bezeichnet, wie die AFP-Tochter Sportinformationsdienst (SID) berichtete. Der Geologe Witischko hatte zuletzt an einem Bericht über die Umweltschäden durch die Bauarbeiten für die Winterspiele in Sotschi mitgearbeitet.

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