Russischer Außenminister klinkt sich in Atomgespräche mit dem Iran ein

Russischer Außenminister klinkt sich in Atomgespräche mit dem Iran ein

Lawrow sei derzeit auf dem Weg in die Schweiz, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Samstag unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle. Aus russischen Diplomatenkreisen verlautete demnach, Moskau erwarte noch für Samstag ein Treffen der sogenannten 5+1-Gruppe, der die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland angehören.

US-Außenminister John Kerry war am Freitag überraschend nach Genf gereist und sprach dort rund fünf Stunden mit seinem iranischen Kollegen Mohammad Javad Sarif und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Auch die Außenminister aus Berlin, Paris und London, Guido Westerwelle (FDP), Laurent Fabius und William Hague, nahmen an den Gesprächen teil. Später erklärten Mitglieder der US-Verhandlungsdelegation, im Verlauf des Abends seien "weitere Fortschritte gemacht" worden. Es gebe jedoch "noch viel Arbeit".

Nach israelischen Angaben will der Iran in Genf den Stopp seiner Urananreicherung auf 20 Prozent anbieten. Im Gegenzug solle der Westen erste Sanktionen aufheben. Beim vorherigen Treffen mit der 5+1-Gruppe Mitte Oktober hatte Teheran einen Zeitplan für die weiteren Verhandlungen vorgelegt und grundsätzlich das Prinzip unangekündigter Kontrollen seiner Atomanlagen akzeptiert. Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies und beharrt auf seinem Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Auch Abkommen mit der IAEA geplant

Zusätzlich zu den laufenden Verhandlungen mit der 5+1-Gruppe will der Iran nach eigenen Angaben am Montag ein Abkommen mit der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) abschließen. Der Iran habe "einen neuen Vorschlag mit konkreten Maßnahmen vorgestellt" und plane, diesen Text während des Besuchs von IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano am Montag in Teheran zum Abschluss zu bringen, sagte der iranische IAEA-Botschafter Reza Najafi am Samstag im Staatsfernsehen.

Die IAEA hatte am Freitag angekündigt, Amano werde für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm nach Teheran reisen. Parallel dazu sollten Experten beider Seiten "technische Fragen" erörtern. Ziel sei es, "den Dialog und die Zusammenarbeit zu verstärken", erklärte die IAEA.

Zuletzt war Amano im Mai 2012 in den Iran gereist. Anschließend hatte er angekündigt, die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem Land stehe unmittelbar bevor. Sie fand aber niemals statt.

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