Ruanda, Botswana und Kambodscha wettbewerbsfähiger als Griechenland

Ruanda, Botswana und Kambodscha wettbewerbsfähiger als Griechenland

Im Wettbewerbsbericht 2012 des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist das Land im Vergleich zum Vorjahr um weitere sechs Ränge auf den nunmehr 96. Platz unter insgesamt 144 Ländern abgesackt.

Griechenland liegt dadurch nicht nur mit Riesenrückstand hinter den anderen der 16 Ländern der Eurozone zurück. Die Volkswirtschaft Griechenlands schneidet auch als weitaus schlechteste unter allen 27 EU-Mitgliedern ab - sie liegt 18 Ränge hinter dem zweitschwächsten EU-Land Rumänien zurück.

Selbst etliche Entwicklungsländer stehen hinsichtlich ihrer Wettbewerbsfähigkeit besser da, als der Euro-Staat Griechenland. Dazu gehören die Ex-Bürgerkriegsländer Ruanda in Ostafrika (Platz 62) und Sri Lanka in Südasien (68). Besser als Griechenland schneiden auch Vietnam (75), Botswana (79) und Kambodscha (85) ab. Der Index wurde nach zwölf Kriterien erstellt - darunter die staatlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, die Infrastruktur, der Entwicklungsstand des Finanzmarktes und die Flexibilität des Arbeitsmarktes.

Letzter Platz beim Kriterium "makroökonomisches Umfeld"

Beim Kriterium "makroökonomisches Umfeld" - also des Zusammenspiels aller für das Funktionieren einer Volkswirtschaft relevanten ökonomischen, staatlichen und sozialen Faktoren - haben die WEF-Experten Griechenland unter Hinweis auf seine Gesamtverschuldung derzeit sogar auf den weltweit letzten Platz gesetzt (144). Hinsichtlich der Entwicklung seines Finanzmarktes kommt Athen nur noch auf Rang 132, was laut WEF "ein besonders geringes Vertrauen von Investoren verdeutlicht".

Zum schlechten Gesamtergebnis trugen auch dicke Minuspunkte hinsichtlich der Flexibilität des Arbeitsmarktes sowie der Effektivität von Regierung und Behörden bei. Als Stärke Griechenlands wurde hingegen gewertet, dass es über relativ gut gebildete Arbeitskräfte verfüge, die durchaus in der Lage seien, sich auf neue Technologien und Produktionsabläufe einzustimmen. "Es gibt daher gute Gründe anzunehmen, dass Griechenland bei wachstumsfördernden Reformen in den nächsten Jahren seine Konkurrenzfähigkeit verbessern wird."

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