Rekord-Kreditwachstum Chinas bessert Wirtschaftsausblick 2014

Rekord-Kreditwachstum Chinas bessert Wirtschaftsausblick 2014

In China ist das Volumen neuer Kredite im Januar auf ein Rekordhoch geklettert. Experten gehen davon aus, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dadurch ihren Wachstumsschub beibehalten kann. Gleichzeitig zeigt sich dadurch allerdings auch, dass es für die Verantwortlichen immer schwerer wird, die Risiken finanzieller Turbulenzen aufgrund von Ausfällen und notleidenden Krediten zu begrenzen.

Insgesamt betrug das Finanzierungsvolumen 2,58 Billionen Yuan (310 Mrd. Euro), wie die chinesische Notenbank in einer Stellungnahme vom 15. Februar erklärte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Median lediglich mit 1,9 Billionen Yuan gerechnet. Die Kreditvergabe in Lokalwährung betrug 1,32 Billionen Yuan und war damit auf dem höchsten Stand seit 2010. Treuhandkredite, die aufgrund ihres Ausfallrisikos schärfer geprüft werden, sanken auf etwa die Hälfte des Vorjahresniveaus.

Die Kreditdaten sind zusammen mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Handel ein Hinweis darauf, dass China eine Abschwächung des Wachstums im Vergleich zum Vorjahr im Zaum halten kann. Gleichzeitig stehen die Kreditzahlen im Widerspruch zu einer Forderung der chinesischen Notenbank von Mitte Januar, dass die Banken die Kreditvergabe stärker kontrollieren sollen.

“Die Zahlen zeigen, dass die Anpassung des geldpolitischen Standpunkts der Zentralbank graduell und ausgewogen ausfallen wird, und nicht aggressiv”, sagt Louis Kuijs, Chef-Volkswirt für China bei Royal Bank of Scotland Plc in Hongkong. “Die Entscheidungsträger wollen das Tempo beim Kreditwachstum drosseln und die Finanz-Risiken im Griff behalten und gleichzeitig sicherstellen, dass ausreichend Kredite vergeben werden, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.”

Das Bruttoinlandsprodukt Chinas dürfte in diesem Jahr um 7,4 Prozent steigen, lautet die Median-Prognose von Volkswirten aus einer Bloomberg-Umfrage. Das wäre das schwächste Wachstum seit 24 Jahren. Im vergangenen Jahr war es noch um 7,7 Prozent aufwärts gegangen.

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