Putins Neujahrsansprache: Terroristen vernichten

Putins Neujahrsansprache: Terroristen vernichten

Vladimir Putin besucht die Tatorte des Terrors in Wolgograd und droht in seiner Neujahrsansprache mit einem entschiedenen Kampf gegen die Terroristen - bis zur vollständigen Ausradierung.

Nach den verheerenden Anschlägen von Wolgograd hat der russische Präsident Wladimir Putin den Hintermännern in seiner Neujahrsansprache mit Vergeltung gedroht. Russland werde "entschieden und unnachgiebig den Kampf gegen Terroristen bis zu deren vollständigen Ausradierung fortsetzen", sagte Putin in seiner Neujahrsansprache. Für die Ermordung von Zivilisten gebe es einfach keine Rechtfertigung, was auch immer die Täter motiviert habe. Das Staatsoberhaupt besuchte am Mittwoch Überlebende der Anschläge im Krankenhaus und legte Rosen an einem der beiden Tatorte nieder. Putin führte nach Angaben des Kreml zudem Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Sicherheitskräfte zur Terrorismusbekämpfung.

In der südrussischen Stadt Wolgograd, die am Rande des Nordkaukasus liegt, waren bei einem Selbstmordanschlag im Hauptbahnhof am Sonntag und einem Bombenanschlag auf einen Linienbus am Montag insgesamt 34 Menschen getötet worden. Die beiden Anschläge ereigneten sich binnen 24 Stunden und ließen die Sorge um die Sicherheit rund um die Olympischen Winterspiele wachsen, die im Februar in Sotschi stattfinden werden. Das internationale Sportereignis gilt als ein Prestigeprojekt für Putin.

Olympische Spiele vom Terror bedroht

Islamistische Rebellen haben damit gedroht, die Wettkämpfe in der Kaukasus-Region mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Zu den Anschlägen von Wolgograd bekannte sich bislang allerdings niemand. Die USA boten der Regierung in Moskau eine engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen für die Olympischen Winterspiele an. Die Bombenexplosionen von Wolgograd zeigten die Notwendigkeit einer bessere Kooperation mit Russland.

Eine Sprecherin des Internationalen Olympischen Komitees hatte am Montag erklärt, dass die russischen Behörden für die Sicherheit während der am 7. Februar beginnenden Wettkämpfe zuständig seien und das IOC nicht daran zweifle, dass sie dieser Aufgabe gewachsen seien. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich nach einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow bestürzt: "Wir verurteilen diese terroristischen Untaten in aller Schärfe." Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte ein Kondolenztelegramm an Putin. "Wir setzen darauf, dass die russischen Sicherheitsbehörden alles tun werden, um die Sicherheit der Olympischen Spiele zu gewährleisten. Wir haben auch Vertrauen, dass dies gelingt", sagte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin.

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