Portugal: Wie Phönix aus der Asche?

Portugal: Wie Phönix aus der Asche?

Moody's und Standard & Poor's sind gegenüber Portugal positiv eingestimmt. Investoren haben wieder Vertrauen in das Land, Ministerpräsident Pedro Passos Coelho will den Euro-Rettungsschirm noch in diesem Monat verlassen.

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Portugals hochgestuft und schließt auch eine weitere Verbesserung der Bewertung nicht aus. Die wirtschaftliche Erholung des Landes Gewinne an Fahrt und sei inzwischen nicht mehr nur auf Exporte beschränkt, teilte die US-Agentur am Freitagabend mit. Die Finanzlage habe sich schneller als ursprünglich erwartet verbessert, Voraussichtlich noch in diesem Jahr werde Portugals Schuldenquote sinken. Das Rating für portugiesische Staatsanleihen stufte Moody's hoch von "BA3" auf "BA2".

Stunden zuvor hatte bereits Standard & Poor's die Aussichten für die Kreditwürdigkeit Portugals positiver bewertet. Der Ausblick sei jetzt stabil statt bisher negativ. Das Rating beließ S&P allerdings bei "BB".

Scharfer Sparkurs

Portugal war 2011 mit zinsgünstigen Krediten von 78 Milliarden Euro von der Troika aus EU, EZB und IWF vor dem Finanzkollaps bewahrt worden. Im Gegenzug musste die Regierung in Lissabon einen scharfen Sparkurs einschlagen, der der Bevölkerung viele Entbehrungen abverlangte. Inzwischen haben Investoren wieder Vertrauen in das Land, das sich damit zu verkraftbaren Zinsen direkt am Kapitalmarkt finanzieren kann. Am Sonntag hatte Ministerpräsident Pedro Passos Coelho angekündigt, den Euro-Rettungsschirm noch in diesem Monat ohne Notfall-Kreditlinie zu verlassen.

Ende 2013 hatte bereits Irland den Euro-Rettungsschirm verlassen und steht heute finanziell wieder auf eigenen Beinen. Das Land war von seinen Partnern mit 85 Milliarden Euro gestützt worden. Griechenland - mit 240 Milliarden Euro gestützt - will sich ab 2016 wieder voll über den Kapitalmarkt refinanzieren.

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