Philippinen: Nach dem Monster-Taifun kommt das nächste Sturmtief

Philippinen: Nach dem Monster-Taifun kommt das nächste Sturmtief

Auf die vom Jahrhundert-Taifun Haiyan betroffenen Philppinen kommt nun das nächste Sturmtief zu. Zoraida bringt heftige Regenfälle.

Vier Tage nach dem tödlichen Taifun Haiyan nähert sich ein neues Sturmtief der Küste der Philippinen. Ausläufer von "Zoraida" brachten in Teilen des Katastrophengebietes bereits heftige Regenfälle. Von Cebu in Richtung der schwer betroffenen Insel Leyte wurden mehrere Fährüberfahrten wegen des schlechten Wetters abgesagt.

Dennoch soll das Wetter die Auslieferung der Hilfsgüter nicht behindern, wie Innenminister Mar Roxas am Dienstag versprach. Der verheerende Taifun hatte Tausende Menschen in den Tod gerissen, weite Landstriche verwüstet und Städte zerstört. Hunderttausende Überlebende warten dringend auf Trinkwasser, Essen, Decken und Zelte.

Das Tief lag nach Angaben des Wetterdienstes 200 Kilometer vor der Küste von Davao und sollte Richtung Nordwesten ziehen. Bliebe es auf der berechneten Bahn, zöge es Mittwoch und Donnerstag südlich am Katastrophengebiet vorbei.

Hilfswelle läuft an

Indessen läuft die Hilfe für Hunderttausende Taifun-Opfer auf den Philippinen auf Hochtouren. Am Flughafen von Tacloban kamen am Dienstag mehr Frachtmaschinen mit Hilfsgütern an. Mobilfunksignale waren teilweise wieder hergestellt. Ein US-Flugzeugträger ist unterwegs ins Notstandsgebiet, die Besatzung soll die Verteilung der Hilfsgüter für Hunderttausende Überlebende des Taifuns "Haiyan" unterstützen. Ungemach drohte jedoch durch einen neuen tropischen Sturm, der sich vor der Westküste der Philippinen zusammenbraute.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Tacloban, Alfred Romualdez, wurden in der Stadt bisher 250 Leichen geborgen. Die Schuttberge erschwerten die Suche nach weiteren Opfern, sagte er dem Sender CNN am Dienstag. Viele Tote würden auch noch in umliegenden, kleineren Dörfern vermutet. Der Zugang zu diesen sei noch immer sehr schwer. Die Bevölkerung benötige am dringendsten Nahrungsmittel, Wasser und Unterkünfte.

Über die Gesamtzahl der Todesopfer gibt es nach wie vor keine Angaben. Ein Polizeichef hatte 10.000 genannt, aber die Regierung wollte sich auf keine Spekulationen einlassen. Nach den Worten eines UNO-Experten ist zu befürchten, dass neben den mehr als 10.000 geschätzten Toten 660.000 Menschen obdachlos geworden seien. Die Welt müsse "mit dem Schlimmsten rechnen", sagte John Ging vom UNO-Büro für die Koordinierung der Hilfseinsätze (OCHA) in New York. Nach einer OCHA-Erklärung vom Sonntagabend sind insgesamt 9,5 Millionen Menschen betroffen.

Zwei Monate ohne Strom

Auf Strom werden die Menschen noch mindestens zwei Monaten warten müssen, sagte Energieminister Jericho Petilla im Fernsehen. Zu viele Strommasten seien umgestürzt. Weil auch Tankstellen von den verheerenden Winden zerstört wurden, musste der Benzinverkauf auf der Insel Leyte rationiert werden.

In der Nacht auf Dienstag startete der US-Flugzeugträger "USS George Washington" aus Hongkong "mit Volldampf" in Richtung Philippinen, wie ein Pentagon-Sprecher in Washington sagte. Er hat 5.000 Marinesoldaten und mehr als 80 Flugzeuge und Helikopter an Bord. Begleitet werde er von zwei Kreuzern und einem Zerstörer der US-Marine. Zwei weitere Schiffe seien bereits unterwegs. Die Schiffe und Hubschrauber mit ihren Besatzungen sollten helfen, Hilfsgüter zu verteilen. Die Soldaten sollten auch bei der medizinischen Versorgung eingesetzt werden.

Die US-Regierung kündigte zudem humanitäre Hilfe in Höhe von 20 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) an, darunter 55 Tonnen Nahrungsmittel und wichtige Hygieneartikel. Eine erste Ladung zur Versorgung von etwa 10.000 Familien sei auf dem Weg.

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