Peinlich: Weißes Haus enttarnt aus Versehen Top-Spion in Afghanistan

Peinlich: Weißes Haus enttarnt aus Versehen Top-Spion in Afghanistan

Nicht mehr länger geheim ist die Identität des ranghöchsten CIA-Spions in Afghanistan. Bei der Überraschungsvisite von Barack Obama auf der Bagram Air Base in Kabul erschien der Name des CIA-Chefs auf einer Liste mit US-Vertretern, die auch an Journalisten verschickt wurde.

Das Weiße Haus hat im Zusammenhang mit Präsident Barack Obamas Besuch in Afghanistan versehentlich den CIA-Chef in Kabul enttarnt. Der Top-Geheimdienstoffizier der USA in Kabul wurde anlässlich der überraschenden Präsidentenvisite versehentlich auf eine Liste wichtiger US-Vertreter gesetzt, berichtete die Zeitung "Washington Post" am Montag.

Dort wurde er dem Bericht zufolge als "Chief of Station" bezeichnet. Dies sei eine interne Bezeichnung für den Top-Spion vor Ort. Dass eine Regierung die Agententätigkeit eines Botschaftsmitarbeiters preisgibt, kommt äußerst selten vor. Das Weiße Haus reagierte umgehend auf die Panne und gab eine überarbeitete Liste heraus, auf der der Name des CIA-Agents nicht mehr erschien.

Zuletzt hatte die ehemalige Geheimdienstagentin Valerie Plame für Schlagzeilen gesorgt, die 2003 von einem konservativen Kolumnisten enttarnt worden war. Plames Ehemann Joseph Wilson, der frühere US-Botschafter im Irak, hatte zuvor in der "New York Times" Zweifel an den von der US-Regierung aufgeführten Beweisen für den Irak-Krieg geäußert. Plame warf der US-Regierung "rein politische Motive" vor.

Überraschungsbesuch von Barack Obama in Afghanistan

US-Präsident Barack Obama ist am Sonntag überraschend zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Wie der Sender CNN weiter berichtete, will er dort mit US-Soldaten zusammentreffen und Gespräche mit Kommandanten führen. In den USA wird am Montag der Memorial Day begangen: Die Amerikaner gedenken der Männer und Frauen in Uniform, die im Dienst an der Nation ums Leben gekommen sind.

CNN zufolge will Obama mit seinem Besuch hauptsächlich die Verdienste der Streitkräfte unterstreichen. Gespräche mit dem scheidenden Präsidenten Hamid Karzai oder anderen hochrangigen Politikern seien wegen der bevorstehenden Stichwahlen um das Präsidentenamt nicht geplant, hieß es seitens des Weißen Hauses.

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