Osteuropa: Die fetten Jahre sind vorbei

Osteuropa: Die fetten Jahre sind vorbei

Zwar soll sich die Region Mittel- und Osteuropa mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent 2014 erholen, das ist "aber für diese Region noch immer nicht genug", sagt der Vizedirektor der Europaaabteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), Aasim Husain.

Auch 2015 soll die Wirtschaft noch ein bisschen wachsen. Die hohen Wachstumsraten, wie vor der Krise, werden aber wohl nicht mehr zurückkommen. Auch mit hohen Kapitalzuflüssen aus westeuropäischen Banken sei nicht zu rechnen. Die Länder müssten auf Direktinvestitionen setzen, Arbeitsmärkte flexibler machen und die Ausbildung der Arbeitskräfte besser dem Bedarf der Investoren anpassen.

Ziel müssen ein stabiles Wachstum durch Verbesserungen der Produktivität erzielen, meint Erik Berglof, Chefökonom der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).

Sorgenkind Serbien
Vor allem Serbien habe notwendige Reformen in den letzten zehn Jahren versäumt, räumt der neue Wirtschaftsminister Sasa Radulovic ein. Serbiens Wirtschaft sei 2013 um zwei Prozent geschrumpft, heuer erwarte man ein leichtes Wachstum. Arbeitsgesetzte müssten verbessert und Korruption im Lande bekämpft werden.

Von einem niedrigen Niveau ausgehend habe Serbien ein enormes Wachstumspotenzial, wenn es die notwendigen Reformen durchführe, sagte Radulovic. "Wir geben viel Geld aus für Unternehmen, die nicht funktionieren, das bremst das ganze System aus."

Vor übertriebenen Ausgabenkürzungen warnte Bulgariens Ministerin für Wirtschaftsentwicklung, Daniela Bobeva. "Sparen ist wichtig und notwendig, aber wir haben im Sozialbereich verloren", sagte Bobeva. "Es ist nicht möglich, die Armut zu bekämpfen ohne das zu Budget zu belasten." In dieselbe Kerbe schlug auch Liviu Voinea, der zuständige Minister für das rumänische Budget.

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