Opel will über Exporte Nummer zwei in Europa werden

Opel will über Exporte Nummer zwei in Europa werden

Der angeschlagene Autobauer Opel will durch die Erschließung neuer Märkte zurück zu alter Stärke.

"Für mich ist Russland der Markt, in dem wir deutlich mehr machen müssen, wo wir als deutsche Marke einen guten Ausgangspunkt haben. Gleiches gilt für die Türkei", sagte Opel-Interimschef Thomas Sedran im Interview mit der "Wirtschaftswoche".

Steigende Exporte sollen Opel auch über die Krise in Europa hinweghelfen. In der EU wurden zuletzt so wenige Autos verkauft wie seit 1993 nicht mehr. Aber auch in Europa wollen die Rüsselsheimer in die Erfolgsspur zurückkehren: "Wir wollen die zweitgrößte Pkw-Marke in Europa werden", sagte Sedran. Derzeit liegt Opel in Europa hinter VW und Renault auf dem dritten Platz.

Nach dem angekündigten Aus der Autoproduktion in Bochum hatten Politiker wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler dem Opel-Mutterkonzern General Motors vorgeworfen, er verhindere Exporte in wichtige Wachstumsmärkte wie China. Sedran sagte, Opel arbeite an einem Konzept, um die Verkäufe in China zu erhöhen. Allerdings könne in China nur erfolgreich sein, wer dort auch produziert. "Das hilft Werken in Europa herzlich wenig." Derzeit verkauft Opel in China nur etwa 5000 Autos jährlich.

Langfristig könnte der in Südkorea produzierte kleine Geländewagen "Mokka" auch in Europa vom Band rollen, kurzfristig sei dies aber aus technischen Gründen nicht möglich. Für den im Oktober in den Handel gekommenen Wagen gebe es bereits über 63.000 Bestellungen, wegen der hohen Nachfrage betrage die Lieferzeit bereits über ein halbes Jahr.

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