"Ohne Italien zerbricht der Euro"

"Ohne Italien zerbricht der Euro"

Schmidt warnte in einem Interview der "Welt" (Samstagausgabe): "Wenn Italien ausscheiden sollte, würde die Währungsunion wohl nicht überleben." Dann drohe nicht nur ein Dominoeffekt. Auch würden die Investoren den Zusammenhalt der Euro-Zone insgesamt infrage stellen.

Sorgen bereite ihm auch Frankreich. Schmidt versicherte aber auch: "Ich halte die Euro-Krise noch für lösbar."

Ein Ausscheiden Italiens aus der Euro-Zone hatte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ins Spiel gebracht. Das Wahlergebnis in dem Land vor zwei Wochen hatte erhebliche Unsicherheiten ausgelöst, ob der Reformkurs weiterverfolgt werden kann.

Die Lösung der Krise wird Deutschland nach Schmidts Einschätzung in jedem Falle teuer zu stehen kommen. "Deutschland muss in jedem Fall große Lasten tragen müssen", sagte Schmidt. Das gelte auch für den Fall, dass die Europäische Zentralbank weiter die Wackelkandidaten in der Euro-Zone stützt. "Aber wenn der Euro-Raum auseinanderbrechen sollte, wäre das immer noch die wesentlich teurere Lösung, davon bin ich überzeugt."

Der Chef der Fünf Wirtschaftsweisen verteidigte erneut den Vorschlag des Rates, mit einem Schuldentilgungspakt die Krisenlösung in Europa anzugehen. Das wäre eine klare Alternative zur aktuellen Strategie, die wesentlich auf die EZB setzt. "Denn die EZB stützt zwar in der Krise, aber sie fordert nicht. Es gibt keinerlei Auflagen, keine Schritte für weitreichende Strukturreformen." Das aber fordere der Schuldentilgungspakt ein.

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