Offshore-Leaks: Schäuble will Daten an Bundesländer weitergeben

Offshore-Leaks: Schäuble will Daten an Bundesländer weitergeben

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble wird die Daten über Steuerflüchtlinge an die deutschen Bundesländer überreichen, die diese dann nutzen sollen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble will die "Offshore-Leaks"-Daten mit Angaben über weltweite Steuerflüchtlinge an die Bundesländer weiterleiten. "Wir werden die nutzen, indem das Bundeszentralamt für Steuern das an die Länder weitergibt", sagte der CDU-Politiker am Wochenende beim Abschluss des G7-Treffens im englischen Aylesbury. "Und die werden das umsetzen."

Die SPD forderte ein rasches Vorgehen. "Jetzt muss schnell gehandelt werden", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Joachim Poß. "Die Auswertung dieses Materials darf nicht an personellen Engpässen bei Bund und Ländern scheitern." Schäuble müsse sich mit den Ländern schnellstens über die Auswertung des Materials verständigen.

400 Gigabyte Daten

Die Bundesregierung hatte am Freitag bestätigt, dass die USA, Großbritannien und Australien Deutschland rund 400 Gigabyte an Daten zur Verfügung stellen. Seit Anfang April präsentieren Medien aus 46 Ländern ihre Ergebnisse aus der Analyse der Daten, in denen 130.000 Personen aus mehr als 170 Ländern aufgelistet werden. Die Unterlagen stammen von zwei Firmen, die auf die Errichtung von Offshore-Gesellschaften spezialisiert sind. Die Enthüllung hatte die Debatte über den Umgang mit Steueroasen neu entfacht. Die "Süddeutsche Zeitung" und der Norddeutsche Rundfunk, die als deutsche Kooperationspartner dem Enthüllungsnetzwerk angehören, hatten es unter Verweis auf die Pressefreiheit abgelehnt, die Unterlagen den deutschen Behörden zur Verfügung zu stellen

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