Oettinger befürwortet Entlastung energieintensiver Unternehmen

Oettinger befürwortet Entlastung energieintensiver Unternehmen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger verteidigt die Entlastung von Industriebetrieben von den Kosten der Energiewende, auch wenn dadurch die Verbraucher mehr stemmen müssen.

"Der Verbraucher ist auch Arbeitnehmer", sagte Oettinger am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. "Mir ist lieber, wir haben die Stahlproduktion in Europa als in Amerika. Das dient unseren Arbeitsmarktinteressen." Gerade für die energieintensive Industrie müssten Strom und Gas bezahlbar bleiben. Vor dem EU-Gipfel in Brüssel warnte Oettinger die Regierungen davor, immer neue und höhere Steuern auf Energie zu erfinden.

Oettinger sprach sich auch dafür aus, die umstrittene Schiefergas-Förderung (Fracking) nicht von vornherein zu verdammen. "Ich glaube, dass Fracking eine Option für ganz Europa sein kann", sagte der CDU-Politiker.

Deshalb sollten mit Probebohrungen die Chancen und Kosten dieser Technologie ausgelotet werden - auch weil sonst Wettbewerbsnachteile drohten. "Man muss sehen, dass der Gaspreis in den USA gerade durch Fracking nur noch bei etwa 25 Prozent des Gaspreises in Europa liegt", sagte der EU-Kommissar.

Oettingers Parteifreund und Bundesumweltminister Peter Altmaier sieht im Fracking dagegen "noch keine Technologie, die wir derzeit in Deutschland einsetzen können". Sie sei "nicht verantwortbar", bekräftigte Altmaier seine Ablehnung.

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dort eingeschlossenes Gas oder Öl freizusetzen. In den USA wird die Methode im großen Stil eingesetzt. Die Folgen für die Umwelt sind allerdings wenig erforscht.

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