Österreichs Wirtschaft reicht dem Iran die Hand

Österreichs Wirtschaft reicht dem Iran die Hand

Nach der Lockerung der Sanktionen reist am Wochenende eine österreichische Wirtschaftsdelegation in den Iran. Mit dabei sind Vertreter zehn österreichischer Firmen, darunter Doppelmayr, AVL List, Plasser&Theurer, und Doka.

Wien. Österreich unterhält seit Jahrzehnten enge Wirtschaftsbeziehungen zum Iran. Obwohl viele Produkte, die österreichische Firmen dorthin liefern, nicht direkt von den Sanktionen betroffen waren, ging der Handel zurück - auch weil internationale Banken keine Geschäfte mehr mit dem Iran machen wollten und so die Bezahlung schwierig war.

Jetzt soll das Geschäft wieder in Schwung kommen. Doppelmayr hat etwa bisher neun Seilbahnanlagen im Iran gebaut, die letzten beiden im Jahr 2010. Als touristische Projekte waren sie nicht von den Sanktionen betroffen.

Deutschland wartet ab

Viele deutsche Firmen haben ebenfalls Interesse an einer Wiederbelebung der Wirtschaftsbeziehungen - sind aber noch vorsichtig. Die Islamische Republik hat gewaltige Öl- und Gasvorkommen und eine große Zahl junger, arbeitswilliger Menschen. Zudem muss dringend die marode Infrastruktur modernisiert werden, nachdem der jahrelange Boykott das Land ökonomisch in die Knie gezwungen hat. Der Iran selbst trifft Vorbereitungen für eine Rückkehr westlicher Ölkonzerne. Hintergrund ist eine Entspannung im jahrelangen Atomstreit mit dem Land. Der Iran erklärte sich bereit, Teile seines umstrittenen Atomprogramms auszusetzen und intensivere Kontrollen der Vereinten Nationen zuzulassen. Im Gegenzug werden einige Sanktionen ausgesetzt.

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