OECD ermahnt Frankreich

OECD ermahnt Frankreich

Die Industriestaaten-Organisation OECD fordert Frankreich angesichts steigender Schulden zu größeren Sparanstrengungen auf.

"Die öffentlichen Ausgaben sind sehr hoch im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung und müssen gesenkt werden, um mittelfristig die Steuerlast zu senken", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Länderbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie schlägt dazu vor, den aufgeblähten öffentlichen Dienst zu verschlanken.

Fast 23 Prozent der Beschäftigten arbeiteten derzeit für den Staat - von den Industriestaaten weisen nur die nordischen Länder eine höhere Quote auf. "Das führt zu hohen Steuern, die wiederum schwer auf der Wirtschaft lasten", so die OECD. Die Sanierung der Staatsfinanzen müsse mittelfristig mit einem Abbau der Steuerbelastung einhergehen. "Dies ist unentbehrlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen." Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone habe in den vergangenen 20 Jahren eine der niedrigsten Wachstumsraten pro Kopf aller 34 OECD-Staaten ausgewiesen.

Steigende Schulden

Der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt hat sich von 2001 bis 2012 von 57 auf 91 Prozent erhöht. 2014 könnten es den OECD-Prognosen zufolge mehr als 96 Prozent sein. Die Neuverschuldung dürfte in diesem Jahr bei 3,5 Prozent liegen und 2014 auf 3,0 Prozent fallen. Die OECD ist damit pessimistischer als die Regierung, die 3,0 und 2,2 Prozent voraussagt.

Die Regierung legt ihren Prognosen ein stärkeres Wachstum zugrunde: Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,8 Prozent und 2014 um 2,0 Prozent wachsen. Die OECD erwartet dagegen nur ein Mini-Plus von 0,1 Prozent, dem 2014 ein Wachstum von 1,3 Prozent folgen soll.

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