NSA zeigt großes Interesse an Telefonaten der Italiener

NSA zeigt großes Interesse an Telefonaten der Italiener

Nach dem vermuteten US-Lauschangriff auf das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel beschäftigt die Affäre um Schnüffelaktionen des Geheimdienstes NSA auch verstärkt die Regierung in Rom.

Laut der US-Webseite Cryptome soll der US-Geheimdienst NSA zwischen 10. Dezember 2012 und 8. Jänner 2013 rund 46 Millionen Telefongespräche in Italien erfasst haben.

Der Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald hatte zuvor dem Nachrichtenmagazin "L ́Espresso" berichtet, dass sich auch die britischen Geheimdienste Zugang zum Kabelsystem optischer Fasern verschafft habe, über das Telefonanrufe, Mails und der Internet-Informationsstrom in Italien verlaufen.

Die relevanten Informationen, die die Briten sammelten, wurden dann mit der NSA getauscht. Damit konnten vertrauliche Informationen über Politiker, Staatsdiener und Unternehmen in Italien gesammelt werden. Die Briten wählten Telefonanrufe und Mails, aus denen unter anderem „politische Absichten ausländischer Regierungen“ entnommen werden konnten, berichtete Greenwald.

Die brisanten Informationen des Journalisten lösten in Rom Debatten über die Datensicherheit aus. Die oppositionelle „Fünf Sterne“-Bewegung um den Starkomiker Beppe Grillo verlangte, dass die Regierung Letta dem Parlament über die Abhöraffäre berichtet. Premier Enrico Letta hatte vergangene Woche betont, er wisse nicht, ob er auch ausspioniert worden sei. Die Sicherheitsmaßnahmen um die US-Botschaft in Rom wurden verschärft. Die italienischen Geheimdienste berichteten, es gebe keine Signale, dass Telefongespräche aus dem Ausland erfasst worden seien.

Der frühere Journalist der britischen Tageszeitung "Guardian“, Greenwald, sagte "L'Espresso" die NSA betreibe viele Späh-Operationen auch bei europäischen Regierungen, einschließlich der italienischen Regierung. Über die NSA-Affäre hatte Regierungschef Letta am Mittwoch mit US-Außenminister John Kerry gesprochen.

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