NSA-Aufdecker Edward Snowden will zurück in die USA

NSA-Aufdecker Edward Snowden will zurück in die USA

Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden will zurück in die USA. Er sei ein Patriot und möchte wieder nach Hause, sagte der 30-Jährige in einem Interview des US-Senders NBC. "Allerdings würde er nicht einfach in eine Gefängniszelle hinenspazieren."

Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat mit seinem ersten Interview mit einem US-Sender die Diskussion über eine Rückkehr in seine Heimat neu entfacht. Wenn er die Wahl hätte, würde er nach Amerika zurückkehren, sagte Snowden am Mittwoch dem Sender NBC. Allerdings würde er nicht einfach in eine Gefängniszelle hineinspazieren. US-Außenminister John Kerry zeigte sich allerdings unversöhnlich und nannte Snowden einen Landesverräter, der sich vor der US-Justiz wegen seiner Taten verantworten solle. Snowden nahm in dem Interview die NSA in Schutz. Der Nachrichtendienst sei zu stark verteufelt worden, sagte er.

Snowden hält sich in Russland auf, wo ihm bis zum 1. August Asyl gewährt wurde. "Wenn ich mir einen Ort auf Welt aussuchen könnte, wäre dieser Ort meine Heimat", sagte er im Interview. Snowden ging auch auf Distanz zu seinem Gastland. Es sei frustrierend sich in einem Land aufzuhalten, in dem die Bürgerrechte "auf eine Weise unter Druck stehen, die ich als zutiefst unfair empfinde". Allerdings werde er nicht einfach in die USA zurückkehren und auf das Beste hoffen. Im Zweifelsfall werde er eine Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis in Russland beantragen. Snowden betonte, dass er keine Unterstützung von der russischen Regierung erhalte und auch kein Geld von ihr annehme. "Ich bin kein Spion."

Russland nur zufälliges Asylland

Seine Flucht vor rund einem Jahr habe er allerdings nie in Russland beenden wollen, sondern er sei eigentlich auf dem Weg nach Lateinamerika gewesen, als die USA seinen Reisepass für ungültig erklärt hätten, sagte Snowden. Ihm gehe es nicht um sein persönliches Schicksal, meinte Snowden weiter. Ihm sei vielmehr wichtig, dass die US-Geheimdienstprogramme reformiert würden. "Ich tue das, um meinem Land zu dienen." Nur deshalb habe er seine Familie und sein bequemes Leben aufgegeben. "Ich habe eine Menge Geld verdient für einen Typen ohne Schulabschluss." Staatsverräter Nummer Eins

Snowden wird in den USA weiter per Haftbefehl gesucht. Es droht ihm ein Prozess unter anderem wegen des Diebstahls von Regierungseigentum und der Weitergabe geheimer Dokumente. "Unter dem Strich ist er jemand, der sein Land verraten hat", sagte dagegen Kerry im Sender CBS. Snowden solle "ein Mann sein und in die Vereinigten Staaten zurückkehren".

Ein Sprecher der US-Bürgerrechtsgruppe ACLU sagte zu den Aussagen des Ministers, Snowden könnte nach der gegenwärtigen Rechtslage für jedes einzelne veröffentlichte Dokument mehrfach angeklagt werden. Es gebe "praktisch kein Limit", sagte der Sprecher der Zeitung "The Guardian". US-Behörden zufolge soll Snowden auf etwa 1,5 Millionen Geheimdokumente Zugriff gehabt haben. Wie viele er tatsächlich kopierte, ist unklar.

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