NSA-Aufdecker Edward Snowden für Friedensnobelpreis nominiert

NSA-Aufdecker Edward Snowden für Friedensnobelpreis nominiert

Edward Snowden soll für seine Verdienste um eine stabilere und friedlichere Weltordnung den Friedensnobelpreis erhalten. Er wurde von norwegischen Abgeordneten offiziell nominiert. In den USA wird er indessen für einen Anstieg der Terrorgefahr verantwortlich gemacht.

Der NSA-Aufdecker Edward Snwoden wurde am Mittwoch für den Friedensnobelpreis nominiert. Zwei norwegische Abgeordnete der Sozialistischen Linkspartei (SV) schlugen ihn offiziell vor. "Die öffentliche Debatte und die politischen Veränderungen, die auf seine Enthüllungen folgten, haben zu einer stabileren und friedlicheren Weltordnung beigetragen", hieß es zur Begründung. Der Preis wird jedes Jahr am 10. Dezember in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Snowden hatte mit den Enthüllungen tausender interner Dokumente öffentlich gemacht, wie die NSA weltweit Telefonate abhört, E-Mails mitliest und Regierungschefs ausspäht. Derzeit hält sich Snowden in Russland auf, wo er bis zum Sommer Asyl hat. Eine Rückkehr in sein Heimatland USA schließt er nach eigener Aussage derzeit aus. US-Justizminister Eric Holder hatte jüngst einen Gnadenerlass für ihn abgelehnt, sich aber für Gespräche offen gezeigt.

NSA sieht Anstieg der Terrorgefahr

Die Geheimdienstchefs der USA haben Snowden indessen für eine Zunahme der Terrorgefahr in den USA verantwortlich gemacht. Weil der flüchtige Computerspezialist zahlreiche vertrauliche Dokumente an die Medien gegeben habe, sei "die Nation weniger geschützt und ihr Volk weniger sicher", sagte der Geheimdienstdirektor James Clapper am Mittwoch bei einer Anhörung im Senat in Washington.

Terroristen hätten die Enthüllungen aufmerksam studiert und ihr Kommunikationsverhalten daraufhin bereits verändert, erklärte Clapper. Das habe die Arbeit der Spionagebehörden "viel, viel härter" gemacht. Der Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, sagte in der Anhörung, es sei nun schwieriger, Terrorverdächtige zu finden und gegen die Bedrohungen vorzugehen. Clapper forderte Snowden auf, wenigstens den Rest der brisanten Dokumente an die USA zurückzugeben. Nach Snowdens Angaben wurde bisher nur ein Bruchteil der entwendeten Dokumente geprüft und veröffentlicht.

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