NSA-Affäre: Norwegen gibt Telefondaten an USA weiter

NSA-Affäre: Norwegen gibt Telefondaten an USA weiter

Der norwegische Geheimdienst räumte am Dienstag ein, dass er die Verbindungsdaten von mehr als 33 Millionen Telefonaten im vergangenen Winter gespeichert und an die USA weitergegeben habe.

Die Tageszeitung "Dagbladet" hatte dagegen zuvor unter Berufung auf Unterlagen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden berichtet, die USA hätten ihren engen Verbündeten Norwegen ausgespäht und die Verbindungsdaten gesammelt. Die Informationen bezögen sich auf Telefonate, die über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg im Dezember und Januar geführt worden seien. Erfasst worden seien die Länge der Gespräche, die Teilnehmer, deren Standort und die Seriennummern ihrer Telefone.

"Es handelt sich nicht um eine Datensammlung aus Norwegen gegen Norwegen, sondern um norwegische Daten, die mit den Amerikanern geteilt wurden", erklärte der Chef des norwegischen Geheimdienstes, General Kjell Grandhagen. Der Nachrichtendienst sammle diese Informationen, um das norwegische Militär bei Auslandseinsätzen zu unterstützen, sowie zur Terrorabwehr im Ausland.

"Freunde sollten sich untereinander nicht ausspionieren", kritisierte die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg im staatlichen Sender NRK. "Die Arbeit der Geheimdienste ist legitim, aber sie sollte gezielt stattfinden und auf Verdachtsmomenten basieren". Solberg wird am Mittwoch zu einem Treffen mit Merkel in Berlin erwartet. Erst vor einigen Wochen war bekanntgeworden, dass die US-Geheimdienste Merkels Handy abgehört hatten. Dies belastet seither die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland.

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