Nordkorea zieht Raketen wieder ab

Nordkorea zieht Raketen wieder ab

Auf der koreanischen Halbinsel gibt es nach Wochen wachsender Spannungen erste Anzeichen für den Verzicht Nordkoreas auf einen umstrittenen Raketentest.

Nordkorea zog nach Angaben des US-Militärs die beiden an seine Ostküste verlegten Raketen vom Typ "Musudan" ab. Nahezu zeitgleich schloss sich am Dienstag erstmals eine chinesische Bank den internationalen Sanktionen gegen die kommunistische Regierung in Pjöngjang an und sperrte das Konto der nordkoreanischen Außenhandels-Bank. Damit kam Bewegung in den festgefahrenen Streit um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm, in dessen Verlauf die Regierung in Pjöngjang mit Angriffen auf US-Stützpunkte und Südkorea gedroht hatte.

Die Raketen seien nicht mehr startklar, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen in Washington. In den USA, Südkorea und Japan hatte die Verlegung der Raketen Sorgen ausgelöst, da Nordkorea offen mit Krieg gedroht hatte. Der kommunistische Staat hatte mit der Eskalation auf UN-Sanktionen reagiert, die nach einem Atomwaffentest im Februar verhängt worden waren.

US-Regierungsexperten warnten davor, in dem Abzug der Raketen ein Ende der außenpolitischen Krise zu sehen. "Es ist verfrüht, dies als gute Nachricht zu feiern", sagte der Leiter für den Bereich Asien im Nationalen Sicherheitsrat, Daniel Russel. Ein anderer Regierungsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte, die USA gingen davon aus, dass die Raketen nicht an einen anderen Startplatz verlegt wurden. Die Musadan-Raketen sind bislang nicht getestet worden.

China begründet Sanktionen gegen nordkoreanische Bank nicht

In China wurde das Kappen der Finanzverbindungen zur nordkoreanischen Außenhandelsbank nicht begründet. Die Bank of China teilte lediglich mit, alle Transaktionen mit der wichtigsten nordkoreanischen Bank für den Devisenwechsel seien gestoppt und das Konto aufgelöst worden. Auch auf Nachfrage wurden die Restriktionen nicht begründet. China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und einziger Verbündeter. Wie viel des bilateralen Handelvolumens von sechs Milliarden Dollar über die Bank of China abgewickelt werden, ist nicht bekannt.

Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mit immer neuen Drohungen gegen Südkorea und die USA für Unruhe gesorgt. Dahinter werden innenpolitische Gründe im hermetisch abgeriegelten Nordkorea vermutet. Dort hat vor über einem Jahr Kim Jong Un - Enkel des Staatsgründers Kim Il Sung - die Spitze des Staates übernommen. Die außenpolitische Eskalation könnte nach Ansicht von Beobachtern mit der Profilierung des jungen Machthabers im alles dominierenden Militärapparat zusammenhängen.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa