Nordkorea: "Freund" Dennis Rodman will Kim Jong-un besuchen

Nordkorea: "Freund" Dennis Rodman will Kim Jong-un besuchen

Der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman will seinen guten Draht zum nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un für eine humanitäre Mission nutzen und hat eine erneute Reise in das kommunistische Land für Anfang August angekündigt.

Der Sportler sagte der Prominenten-Webseite TMZ in einem am Freitag veröffentlichten Interview vom Vortag, er wolle die Freilassung eines in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilten US-Bürgers erreichen. "Ich versuche, den Typen rauszuholen", sagte Rodman. Bereits am Dienstag hatte er deshalb an Kim appelliert.

Pae Jun-ho, der sich in den USA Kenneth Bae nennt, war Anfang November im Nordosten des kommunistischen Landes festgenommen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA hatte Anfang Mai die Verurteilung gemeldet, ohne nähere Angaben zu den Vorwürfen gegen Pae zu machen.

Rodman räumte ein, aufgrund der US-Bürgerschaft von Pae könne es "schwierig" werden. Zu seinem Verhältnis zu Kim befragt, antwortete der frühere Verteidiger der Chicago Bulls: "Ich mache keine Politik. Wie gesagt, er ist mein Freund, Punkt." Mit US-Regierungsvertretern sei die geplante Reise bisher nicht abgesprochen.

Der frühere Profi-Basketballer war Ende Februar am Rande eines Basketballspiels mit Kim zusammengetroffen und hatte ihm anschließend in einer Rede geschworen, Kim habe in ihm fortan "einen Freund für's Leben". Fotos zeigen Kim und Rodman in herzlicher Umarmung sowie klatschend und lachend nebeneinander während des Spiels einer US- gegen eine nordkoreanische Mannschaft. Kim ist Berichten zufolge ein großer Basketball-Fan und Anhänger der Chicago Bulls. Der Auftritt brachte Rodman viel Kritik ein.

Rodman Besuchs in Nordkorea erfolgte, während Pjöngjang wegen seines dritten Atomtests von Mitte Februar verschärft in der internationalen Kritik stand. Es wurde daher gemutmaßt, dass Pjöngjang versuchen könnte, mit der Verurteilung von Pae Washington Zugeständnisse abzupressen. In der Vergangenheit waren in Nordkorea wiederholt US-Bürger festgenommen und nach Verhandlungen mit den USA wieder freigelassen worden.

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