Nordkorea: Die Sanktionen zeigen Wirkung – Atomprogramm verzögert sich

Nordkorea: Die Sanktionen zeigen Wirkung – Atomprogramm verzögert sich

Die Sanktionen gegen Nordkorea zeigen nach Auffassung der Vereinten Nationen Wirkung. Die Strafmaßnahmen im Finanzbereich und das Waffenhandelsembargo hätten das Atomprogramm zwar nicht zum Erliegen gebracht, wohl aber deutlich verzögert.

Das geht aus einem 52-seitigen Experten-Bericht, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, hervor. Dies gelte auch für das Programm zur Entwicklung ballistischer Raketen.

Das international nahezu vollständig isolierte Land hatte in den vergangenen Monaten mit der Androhung weiterer Atom- und Raketentests die Spannungen in der Region verschärft. Kürzlich gab es allerdings erste Anzeichen für eine Deeskalation, als Nordkorea an die Ostküste verlegte Raketen wieder abzog.

Dennoch: Die UN-Experten betonten in ihrem an den für Nordkorea-Sanktionen zuständigen Ausschuss des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, dass das Land durch eine ganze Reihe von Aktionen sich der internationalen Gemeinschaft widersetzt und dadurch Bedenken geschürt habe, was die Absichten der Führung in Pjöngjang angehe.

Die UN, die Europäische Union und die USA haben Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines Atomprogramms verhängt.

US-Bürger in "Sondergefängnis" überstellt

Nach seiner Verurteilung im kommunistischen Nordkorea zu 15 Jahren Zwangsarbeit ist ein US-Bürger nach offiziellen Angaben in ein Sondergefängnis verlegt worden. Der Amerikaner Pae Jun-ho - der in den USA Kenneth Bae genannt wird - habe "sein Leben im Spezialgefängnis begonnen", berichteten die Staatsmedien am Mittwoch, ohne Details zu nennen. Das Oberste Gericht des Landes hatte den 44 Jahre alten Amerikaner koreanischer Herkunft Ende April angeblicher Umsturzversuche für schuldig befunden.

Die Verurteilung kam inmitten der schweren politischen Krise in den Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang wegen des nordkoreanischen Atomprogramms. Nordkorea hatte Spekulationen zurückgewiesen, Bae als Verhandlungskarte benutzen zu wollen. In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Festnahmen von US-Bürgern in dem Land gegeben. Sie wurden nach Vermittlung durch hochrangige US-Gesandte wieder freigelassen.

Bae, der in China ein Reisebüro hat und als Missionar ausgebildet worden sein soll, war im November 2012 bei der Einreise als Tourist in Rason im Norden von Nordkorea festgenommen worden. Nach Angaben Pjöngjangs hatte er nordkoreafeindliche Literatur bei sich gehabt.

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