Nach Olympia: Russland zieht Regierungskritiker aus dem Verkehr

Nach Olympia: Russland zieht Regierungskritiker aus dem Verkehr

Alles beim Alten in Russland: Bereits am Tag nach dem Ende der Olympischen Spiele in Sotschi, verurteilt ein Gericht acht Oppositionelle mit bis zu vier Jahren Haft. Die Begründung lautet Anstiftung zur Gewalt. Das Verfahren sei laut Menschenrechtlern ein "Schauprozess" gewesen.

Außerdem wurden vor dem Gericht rund 200 Demonstranten festgenommen, darunter auch Oppositionsführer Alexej Nawalny sowie zwei Mitglieder der Gruppe Pussy Riot. Rund 700 Menschen sollen am uneralubten Protest gegen Justizwillkür teilgenommen haben.

Laut Richterin Natalia Nikischina hätten sich die Angeklagten am Vorabend Putins dritter Amtseinführung aktiv an gewaltsamen Ausschreitungen beteiligt. Sieben männliche Angeklagte müssen un in Lagerhaft, die weibliche Beteiligte erhielt eine Bewährungsstrafe. Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte, die Verurteilten könnten den Präsidenten um Gnade anrufen. Die Verteidigung kündigte Einspruch an.

Der Schuldspruch erfolgte bereits am Freitag, nun kam das Strafmaß dazu. Sie seien gewalttätig gegen Sicherheitskräfte vorgegangen, sagte die Richterin. Schon zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 200 Menschen bei Protesten gegen die Entscheidung festgenommen worden.

Randale im Mai 2012
An jenem 6. Mai 2012 gab es rund 400 Festnahmen. Demonstranten und Sicherheitskräften geben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation. Drei Teilnehmer wurden bereits im vergangenen Jahr zu Haftstrafen verurteilt.

Ein weiterer Bolotnaja-Prozess läuft gegen den prominenten Oppositionspolitiker Sergej Udalzow von der außerparlamentarischen Linken Front und seinen Mitarbeiter Leonid Raswosschajew. Auch sie hatten Vorwürfe zurückgewiesen, gewaltsame Proteste gegen Putin organisiert zu haben. Ihnen drohen jeweils bis zu zehn Jahre Haft.

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