Muss jetzt auch noch Zypern unter den Euro-Rettungsschirm?

Muss jetzt auch noch Zypern unter den Euro-Rettungsschirm?

Die Wirtschaft im Euro-Mitgliedsland Zypern ist im ersten Quartal noch deutlicher geschrumpft als erwartet. Das dürfte die Spekulationen befeuern, dass das Land noch in diesem Monat unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft - bevor es im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt.

Von Anfang Januar bis Ende März schrumpfte die zyprische Wirtschaft um 0,4 Prozent. Erwartet worden war ein Rückgang von 0,3 Prozent. Es war das dritte Minus-Quartal in Folge. Auf Jahresbasis beträgt der Rückgang 1,6 Prozent - und Aussicht auf Besserung ist nicht in Sicht. Erst am Donnerstag hatte die zyprische Notenbank erklärt, die Wirtschaft werde 2012 um 1,1 Prozent schrumpfen. Zuvor war sie von einem Null-Wachstum ausgegangen.

Auf Zypern lasten neben der europaweiten Schuldenkrise vor allem Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen und ihre Auswirkungen auf das heimische Bankensystem. Zudem leidet der Inselstaat unter einer Energiekrise, weil das größte Kraftwerk des Landes bei einer Explosion zerstört wurde.

Es gibt seit längerem Spekulationen, dass Zypern noch im Juni unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen könnte. Das dürfte vor allem am Rekapitalisierungsbedarf der Bank Cyprus Popular liegen. Schätzungen zufolge benötigt das Geldhaus 1,8 Milliarden Euro, um bis zum 30. Juni die Kapitalanforderungen zu erfüllen. Das sind rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Zyperns Finanzminister Vassos Shiarly hatte am Mittwoch erklärt, nicht mit dem Rettungsfonds EFSF über Hilfen gesprochen zu haben. Zwar wolle man eine solche Anfrage nicht unbedingt verhindern, hatte er Reuters Insider gesagt. Allerdings seien möglicherweise einige Auflagen nicht akzeptabel, die man im Gegenzug für Hilfen für das zyprische Bankensystem schlucken müsste. Daher müsse Zypern auch die Möglichkeit bilateraler Hilfen im Auge behalten.

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