Motor City Detroit ist offiziell im Konkurs

Motor City Detroit ist offiziell im Konkurs

Die späten Folgen der General Motors Pleite: Detroit, die einst blühende Industriestadt am Eriesee, ist im Konkurs. Ein US-Richter sprach der Metropole jetzt Gläubigerschutz nach Kapitel 9 des US-Insolvenzrechtes zu.

Detroit. Ein US-Bundesrichter hat am Dienstag der Stadt Detroit Gläubigerschutz zugesprochen. Damit ist die einstmals blühende Auto-Metropole auch offiziell der größte kommunale Konkursfall der amerikanischen Geschichte. Ohne eine Neustrukturierung der Verbindlichkeiten nach Kapitel 9 des US-Insolvenzrechts werde die Stadt im Bundesstaat Michigan nicht dem Abwärtssog entkommen können, erklärte Richter Steven Rhodes. Gegen einen Gläubigerschutz hatten sich unter anderem Gewerkschaften ausgesprochen. Es wurde mit Einsprüchen gegen das Urteil gerechnet.

Detroit hat Schulden in Höhe von mehr als 18 Milliarden Dollar. Dem stehen jährliche Steuereinnahmen von nur noch zwei Milliarden Dollar gegenüber. Mitte Juli meldete sie als erste US-Großstadt Insolvenz an. Die Bevölkerung ist von 1,8 Millionen im Jahr 1950 auf inzwischen 700.000 Einwohner geschrumpft. In der Stadt stehen bereits rund 80.000 Häuser leer. In der Metropolregion leben immer noch rund 4,3 Millionen Menschen.

Die Hochblüte der "Motor City" ist lange vorüber. Das liegt an dem Niedergang der Automobilindustrie der USA. Sowohl General Motors als uach die anderen beiden Unternehmen der "Big Three", Ford und Chrysler haben in der Metropolregion Detroit ihre Firmensitze. Ethnische Konflikte, die Abwanderung wohlhabender Bevölkerungsschichten, eine schlecht funktionierende Verwaltung, ein schlechtes Bildungssystem und hohe Arbeitslosigkeit prägen sie Stadt.

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