Mordfall Politkowskaja: Fünf Angeklagte in Moskau schuldig gesprochen

Mordfall Politkowskaja: Fünf Angeklagte in Moskau schuldig gesprochen

Anna Politkowskaja war eine der schärfsten Kritikerinnen von Wladimir Putin, 2006 musste sie dafür vermutlich mit dem Leben bezahlen, sie wurde im Flur ihrer Moskauer Wohnung erschossen. Mehrmals wurde der Prozess vertagt, nun sind fünf Angeklagte in Moskau schuldig gesprochen worden. Das Urteil wird am Mittwoch verkündet.

Wegen des Mordes an der russischen Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja vor über sieben Jahren sind am Dienstag alle fünf Angeklagten schuldig gesprochen worden. Ein Schwurgericht in Moskau sah es als erwiesen an, dass die Männer in das Attentat im Oktober 2006 verwickelt waren, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Die Verkündung des Urteils ist für Mittwoch angesetzt.

Der russischen Strafjustiz wird seit Jahren vorgeworfen, kein Interesse an der Aufklärung des politischen Mordes zu haben. Politkowskaja, eine scharfe Gegnerin von Präsidenten Wladimir Putin, war am 7. Oktober 2006 vor ihrer Moskauer Wohnung erschossen worden.

2009 war in einem ersten Prozess ein Teil der Beschuldigten aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Politkowskaja war 2006 im Flur ihres Moskauer Wohnhauses erschossen worden. Sie hatte unter anderem über Menschenrechtsverletzungen während des Kriegs in Tschetschenien berichtet.

Bei einem der Angeklagten handelt es sich nach Auffassung der Geshworenen um den Todesschützen

Wegen der Tat mussten sich drei Brüder aus Tschetschenien, ihr Onkel sowie ein früherer Moskauer Polizeioffizier vor Gericht verantworten. Bei Rustam Machmudow handelt es sich nach Auffassung der Geschworenen um den Todesschützen. Seine Brüder Dschabrail und Ibragim sowie die beiden anderen Angeklagten wurden wegen Beteiligung an der Planung des Mordes schuldig gesprochen.

Ibragim und Dschabrail Machmudow waren wie Ex-Polizist Sergej Chadschikurbanow in einem vorherigen Prozess im Jahr 2009 freigesprochen worden. 2010 kassierte Russlands Oberster Gerichtshof das Urteil jedoch und ordnete einen neuen Prozess an.

Ende 2012 wurde dann der frühere Polizist Dmitri Pawljutschenkow zu elf Jahren Haft verurteilt, nachdem er in einer Abmachung mit der Anklage eingeräumt hatte, die Mordwaffe organisiert und dem Mörder übergeben zu haben. Wer den Mord an der Journalistin in Auftrag gegeben hat, ist bis heute ungeklärt.

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