Monti: "Italiens Bilanzen sind sicher"

Monti: "Italiens Bilanzen sind sicher"

Nachdem die Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PdL) um seinen Vorgänger Silvio Berlusconi seinem Kabinett die Unterstützung entzogen hat, hat Italiens Premier Mario Monti die Arbeit seiner Fachleuteregierung verteidigt. Die Tatsache, dass der PdL das Kabinett nicht mehr unterstütze, sei "ein wichtiges Faktum", man dürfe jedoch nicht vergessen, dass Italiens Bilanzen sicher sind, sagte Monti nach Angaben italienischer Medien.

"Man muss unbedingt verhindern, dass Italien in die alte Situation zurückfällt, als das Land vor dieser Regierung zum Auslöser einer Explosion in der Eurozone hätte werden können", warnte Monti. Die Italiener hätten im letzten Jahr große Opfer gebracht, die jedoch ihre Resultate zeigen werden. "Wir haben in einem Jahr das getan, was die Parteien nicht hätten tun können", erklärte der Premier, der am Samstag an der World Policy Conference in Cannes teilnahm. Am Samstag kehrte Monti nach Rom zu politischen Konsultationen mit Präsidenten Giorgio Napolitano zurück.

Berlusconi hat am Samstag inzwischen seine Kandidatur für das Amt des Premierministers bestätigt und drängt auf Parlamentswahlen am 10. März. "Die Regierungsarbeit hat mir in diesem Jahr keine Minute lang gefehlt. Ich kehre aus Verantwortungsbewusstsein zurück", versicherte Berlusconi nach Medienangaben vom Samstag.

Der Medienzar betonte, es gebe keine andere Persönlichkeit, die die Führung des Mitte-Rechts-Lagers übernehmen könne. "Wir haben einen Kandidaten gesucht, es gibt ihn aber nicht", erklärte Berlusconi. Seine Partei werde zwar noch die Regierung Monti unterstützen, das sogenannte Stabilitätspaket mit Sparmaßnahmen für das nächste Jahr über die Bühne zu bringen. Danach solle es zu Wahlen und wieder zu einer politischen Regierung kommen, sagte Berlusconi.

Der italienische Präsident hat am Freitag eine Konsultationsrunde mit den größten politischen Parteien begonnen, um die bis zum Frühjahr dauernde Legislaturperiode ordnungsgemäß zu beenden. Damit will er eine Lösung für die politische Krise finden, nachdem die Partei Berlusconis bekundet hat, das Expertenkabinett um Premier Mario Monti nicht mehr unterstützen zu wollen. Napolitano drängt, das Parlament nicht vor Ende Jänner aufzulösen.

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