Mon Dieu! Sarkozy kehrt in die Politik zurück

Mon Dieu! Sarkozy kehrt in die Politik zurück

Wie die Pariser Tageszeitung "Le Monde" in ihrer Sonntagausgabe berichtet, plant Nicolas Sarkozy im nächsten Jahr einen Appell an seine politischen Freunde, bevor er sich 2015 dann in den Präsidentenwahlkampf für 2017 stürzen wolle.

"Es ist wahr, dass er immer mehr Appetit an den Tag legt", sagte Sarkoys ehemaliger Innenminister Brice Hortefeux gegenüber "Le Monde" und fügte hinzu: "Er wird ein Haus mit einem soliden Fundament brauchen." Sarkozy übte demnach auch offene Kritik an seinem Ex-Premier Francois Fillon, der seinerseits bereits die Absicht ankündigte, in vier Jahren im Rennen für den Elysee-Palast antreten zu wollen.

Im März hatte Sarkozy gegenüber dem Magazin "Valeurs Actuelles" bereits betont, dass er eine Rückkehr in die Politik erwäge, falls Frankreich "zwischen dem Aufstieg der extremen Linken und der extremen Rechten eingeklemmt" sei. "Es wird unglücklicherweise einen Moment geben, das es nicht mehr heißt : 'Haben Sie Lust?', sondern: 'Haben Sie die Wahl?'", betonte der Ex-Präsident damals und fügte hinzu: "In diesem Fall werde ich in der Tat gezwungen sein, anzutreten. Nicht aus Lust. Aus Pflicht. Bloß deshalb, weil es um Frankreich geht."

Im Rahmen der Vorbereitungen seines Comebacks trifft Sarkozy regelmäßig den Meinungsforscher Pierre Giacometti, der im Elysee-Palast für ihn gearbeitet hatte. "Man unterschätzt wie hart es für ihn ist, schweigsam zu bleiben", erklärte Giacometti. Sarkozy hatte nach seiner Wahlniederlage im Mai 2012 gegen den aktuellen sozialistischen Staatschef Francois Hollande gesagt, dass er sich aus der aktiven Politik zurückziehe. Seitdem äußerte er sich nicht mehr direkt in den Medien zu tagespolitischen Ereignissen.

Hortefeux bestätigte, dass Sarkozy erneut eine Mannschaft um sich geschart hat. Auch Emmanuelle Mignon, die Sarkozys Wahlprogramm im Jahr 2007 redigierte, trat wieder ihren Dienst an. Camille Pascal, der früher Sarkozys Reden schrieb, betonte, dass die Leute um den Ex-Präsidenten, "sobald er es will, wieder in Aktion treten werden".

Gegen Sarkozy läuft zur Zeit ein gerichtliches Ermittlungsverfahren in der Bettencourt-Affäre. Nach Angaben seiner Vertrauten ist der Altpräsident allerdings überzeugt vom positiven Ausgang des Verfahrens. Insbesondere steht der Politiker unter dem Verdacht, der heute 90-jährigen L'Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegale Spenden aus der Tasche gezogen zu haben. Der Vorwurf lautet auf "Ausnutzung der Schwäche" der seit Jahren an Demenz leidenden Bettencourt.

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