Minenarbeiter in Johannesburg aus Stollen befreit

Minenarbeiter in Johannesburg aus Stollen befreit

Bei einem Grubenunglück in Südafrika sind Dutzende Minenarbeiter durch einen Felssturz eingeschlossen. Zu 30 von ihnen gibt es Kontakt. Vermutet wird aber, dass sich tiefer unter Tage weitere 200 Menschen befinden könnten.

Zwei Dutzend illegale Minenarbeiter sind bis Montagnachmittag aus einer stillgelegten Goldmine in Benoni bei Johannesburg befreit worden. Sie seien unverletzt geborgen worden.

Zahlreiche andere illegale Arbeiter, die sich noch in den Schächten befanden, weigerten sich laut der Polizei trotz des freien Ausgangs die Mine zu verlassen. Sie fürchten demnach strafrechtliche Ermittlungen wegen der illegalen Arbeiten. Die 24 befreiten Männern waren in der Tat von der Polizei nach den ärztlichen Untersuchungen festgenommen worden; sie sollen dem Richter vorgeführt und der illegalen Minenarbeit angeklagt werden.

In einer illegalen Goldmine in Südafrika sind womöglich mehr als 200 Arbeiter verschüttet worden. Zunächst konnten am Sonntag elf Arbeiter über eine hinabgelassene Leiter gerettet werden. Die Rettungskräfte berichteten zuvor von 30 Verschütteten in der Mine östlich von Johannesburg, zu denen es Kontakt gebe.

Arbeitern drohen Strafen

Auch die Polizei bestätigte die Angaben nicht. Sie ging von 30 eingeschlossenen Menschen aus. Ein Sprecher sagte, den Arbeitern drohten strafrechtliche Konsequenzen, weil der Betrieb des Bergwerks nicht genehmigt gewesen sei. Weiter gab er an, mehrere Menschen weigerten sich, den Fluchtweg zu nutzen, weil sie eine Bestrafung fürchteten.

Die Rettungskräfte setzten schweres Gerät ein, um zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge standen bereit, um gegebenenfalls Verletzte in Krankenhäuser zu bringen. Vor Ort war auch ein ambulantes Hospital in Bereitschaft.

Den Rettungskräften zufolge waren die Arbeiter am Samstag in die hinter einem Cricketstadion im Bezirk Benoni gelegene illegale Mine hinabgestiegen. Ein abgebrochener Felsbrocken versperre ihnen nun den Weg an die Oberfläche. Die Polizei vermutete, dass einige der Arbeiter sich bereits bis zu zwölf Tage lang unter Tage aufhalten könnten.

Passanten hatten die Polizei alarmiert, weil sie Schreie aus dem Untergrund hörten. "Wir versuchen alles, um sie zu retten", sagte der örtliche Bergungsexperte Roggers Mamaila. Unter anderem sei schweres Gerät herangeschafft worden. Auch den Rettungskräften zufolge war der Zugang zu den Verschütteten "schwierig".

Wiederkehrende Grubenunglücke

In Südafrika suchen Tausende Menschen illegal in verlassenen Minen nach Edelmetallen. Das Bergwerk in Benoni war schon vor Jahren von der Betreibergesellschaft wegen mangelnder Rentabilität stillgelegt worden.

In den Goldminen ereignen sich immer wieder schwere Unglücke. Im Jahr 2009 waren bei einem Brand in einem stillgelegten Bergwerk mindestens 82 Menschen getötet worden, als sie dort verbotenerweise nach Gold schürften.

Erst in der vergangenen Woche starben infolge eines Erdbebens acht Menschen in einer Mine westlich von Johannesburg. Sie waren nach dem Ausbruch des Feuers in einer Tiefe von etwa 1700 Metern gefangen.

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