Maria Fekter rudert zurück: "Italien kann sich selbst refinanzieren"

Maria Fekter rudert zurück: "Italien kann sich selbst refinanzieren"

Italiens Regierungschef Mario Monti ist über die Redseligkeit der Finanzministerin verärgert.

Sie habe keine Anzeichen dafür, dass das Land einen Antrag auf EU-Rettungshilfen stellen könnte, sagte Fekter am Dienstag in Wien. "Italien kann sich am Kapitalmarkt selbst refinanzieren, wie wohl auch zu sehr hohen Preisen", sagte sie.

Am Montagabend hatte Fekter im österreichischen Fernsehen gesagt, es könne natürlich sein, dass Italien angesichts der hohen Zinsen, die es bereits zur Refinanzierung an den Märkten zahlen müsse, auf zusätzliche Hilfen angewiesen sei. Sie hatte damit auf die Frage geantwortet, ob sie ausschließen könne, dass auch Italien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen müsse.

Italien wird als weiterer Kandidat für Euro-Hilfen gehandelt. Industrieminister Corrado Passera hatte allerdings am Montag erklärt, sein Land habe bereits alles Notwendige getan, um sich aus eigener Kraft zu retten.

Monti reagiert verschnupft

Italiens Regierungschef Mario Monti hat verärgert auf Äußerungen der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter zu möglichen Rettungshilfen für sein Land reagiert. "Ich halte es für völlig unangebracht, dass sich eine Finanzministerin aus der EU zu der Lage in einem anderen Mitgliedsland äußert - und insbesondere so äußert, wie sie es getan hat", sagte Monti am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Rom. "Ich für mich halte mich jetzt lieber zurück, meinerseits die Worte der Ministerin zu kommentieren."

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