Madoff-Treuhänder verklagt weitere Schweizer Banken

Madoff-Treuhänder verklagt weitere Schweizer Banken

In seiner am Mittwoch bei einem Gericht in New York eingereichten Klageschrift wirft Treuhänder Irving Picard drei Schweizer und einer Reihe anderer Banken vor, über Konten bei ihnen sei Geld an Anleger geflossen, die noch Anteile an sogenannten Madoff "Feeder Fonds" verkauften, bevor der 2009 zu 150 Jahren Gefängnis verurteilte Betrüger aufflog.

Der nach der Pleite des Milliardenbetrügers Bernard Madoff eingesetzte amerikanische Treuhänder Irving Picard hat weitere Schweizer Banken auf Schadenersatz verklagt.

Die Zürcher EFG Bank soll rund 355 Mio. Dollar (282 Mio. Euro) Schadenersatz leisten. Von der Genfer Lombard Odier fordert Picard knapp 180 Mio. Dollar , und die Forderung an die Waadtländer Kantonalbank (BCV) beläuft sich auf zehn Mio. Dollar. Neue Klagen richten sich auch gegen ABN Amro und die belgische Banque Degroof.

Lombard Odier wies die Klage am Donnerstag zurück. Die Bank habe nie Anlagen bei Madoff empfohlen. Kunden hätten aus eigenem Antrieb gehandelt und die Rolle der Bank habe sich auf die technische Abwicklung von Transaktionen beschränkt. Ähnlich äußerte sich BCV. EFG erklärte, sie habe von der Klage gegen ihr Tochterunternehmen EFG Bank SA bisher nur aus den Medien erfahren. Die Bank nehme grundsätzlich keine Stellung zu laufenden Verfahren.

Ende des vergangenen Jahres hatte Picard bereits Credit Suisse und die Bank Julius Bär verklagt. Insgesamt laufen mehr als 1000 Klagen, mit denen der Treuhänder mehr als neun Milliarden Dollar zurückholen will. Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem sein gigantisches betrügerisches Schneeballsystem aufgeflogen war.

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