LIVE-TICKER zur US-WAHL: "Wir leben in dem großartigsten Land der Welt"

LIVE-TICKER zur US-WAHL: "Wir leben in dem großartigsten Land der Welt"

US-Präsident Barack Obama ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden – und das wesentlich deutlicher als gedacht.

08:21 Uhr
Barack Obama ist in der Nacht auf Mittwoch als US-Präsident wiedergewählt worden. Nachdem ihn US-Medien bereits in den frühen Morgenstunden als Wahlsieger bezeichneten, trat er Mittwochfrüh selbst vor seine Anhänger in Chicago. Im Folgenden einige prägnante und emotionale Zitate daraus:

"Das beste kommt noch für die Vereinigten Staaten von Amerika".

Zu "der Frau, die sich vor 20 Jahren entschlossen hat, mich zu heiraten: Michelle, ich habe Dich niemals mehr geliebt!"

Zu seinen Wählern: "Ob ich Eure Stimme verdient habe oder nicht, ich habe Euch zugehört. Ich habe von Euch gelernt. Und Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht."

Zu seinen Helfern und Unterstützern: "Ihr seid eine Familie. Ihr tragt die Erinnerung mit Euch an die Geschichte, die wir zusammen gemacht haben."

"Wir leben in dem großartigsten Land der Welt. (...) Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen."

"Wir sind keine blauen (demokratischen) und roten (republikanischen) Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten."

07:44 Uhr
US-Präsident Barack Obama hat sich in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) vor tausenden Anhängern in seiner Heimatstadt Chicago im Bundesstaat Illinois für seine Wiederwahl bedankt. Die Wahl habe gezeigt, dass die Nation Fortschritte mache. "Und das macht sie wegen euch", sagte Obama. "Wir sind eine amerikanische Familie", betonte der Demokrat und fügte hinzu: "Wir haben auf den richtigen Weg zurückgefunden." "Das beste liegt noch vor uns", so Obama.

07:19 Uhr
"Ich habe soeben Präsident Obama angerufen, um ihm zu seinem Sieg zu gratulieren", sagte Romney in der Nacht auf Mittwoch vor Anhängern in Boston. "Das ist eine Zeit großer Herausforderungen für Amerika." Er bete "ehrlich" für den Präsidenten und "diese großartige Nation", so Romney. Die Wahl sei vorbei, "aber unsere Prinzipien haben weiter Bestand", erklärte der Republikaner. "Ich habe mir so sehr gewünscht, eure Hoffnungen zu erfüllen, das Land in eine andere Richtung zu führen." Zugleich bedankte sich Romney bei seinen Mitstreitern und seiner Frau Ann. "Sie wäre eine wundervolle First Lady gewesen", sagte er.
Mit dem Eingeständnis der Niederlage hatte sich Romney viel Zeit gelassen. Die US-Fernsehsender hatten bereits mehr als eineinhalb Stunden zuvor die Wiederwahl Barack Obamas gemeldet.

06:56 Uhr
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Niederlage eingestanden und Barack Obama zu seinem Sieg gratuliert. Er werde für den Präsidenten und seinen Erfolg beten, sagte der Herausforderer vor seinen Anhängern. Gleichzeitig bedankte sich Romney bei seiner Familie uns seinen Wählern für die Unterstützung.

06:45 Uhr
Mit dem Triumph in Colorado entwickelt sich die Wiederwahl von Barack Obama langsam zu einem Erdrutschsieg. Aktuell steht es bei den Wahlmännern 303:203 für die Demokraten.

06:27 Uhr
Die Kampagne von US-Republikaner Mitt Romney will laut dem Sender NBC die Niederlage in Ohio und damit bei der Präsidentenwahl noch nicht eingestehen. Der Staat sei noch nicht fertig ausgezählt und das Rennen äußert knapp. Amtsinhaber Barack Obama holte allerdings mit dem sicheren Sieg in Nevada einen weiteren Swing State und ist nach Ansicht der TV-Sender-Prognosen auch ohne Ohio wiedergewählt. Üblicherweise gestehen die Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage innerhalb kurzer Zeit ein. 2008 hatte der Verlieren John McCain dies etwa nach einer halben Stunde getan. Die US-Medien haben Präsident Barack Obama bereits zum Sieger erklärt. Dies ist das übliche Prozedere bei Präsidentenwahlen.

05:35 Uhr
Barack Obama: "Vier weitere Jahre"

05:24 Uhr
US-Präsident Barack Obama ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Das verkündeten mehrere US-Sender am Dienstagabend (Ortszeit). Zuvor hatte der Präsident den Schlüsselstaat Ohio für sich entschieden. Obama hatte eine entscheidende Anzahl an Swing States für sich entschieden, so dass auch das noch ausstehende Ergebnis im bevölkerungsreichen Florida nicht wahlentscheidend wurde.

05:17 Uhr
Oregon, Ohio und Iowa gehen an Obama. Damit ist es offiziell, die 270 Wahlmänner-Grenze ist für die Demokraten geknackt und Barack Obama der neue Präsident! NBC, MSNBC und CNN machen es offiziell.

05:12 Uhr
Obama holt mit Iowa weiteren Swing State und steht damit nur noch 20 Wahlmänner vom Sieg entfernt. Der neue Präsident heißt damit wohl sehr, sehr wahrscheinlich wie der alte, nämlich Barack Obama.

05:04 Uhr
Bei der US-Präsidentenwahl hat Amtsinhaber Barack Obama wichtige Etappensiege eingefahren. Er setzte sich nach Berechnungen verschiedener amerikanischer Fernsehsender in sechs besonders umkämpften Bundesstaaten durch, darunter Wisconsin und New Hampshire, wo der Ausgang als völlig offen galt. Außerdem siegte er den Prognosen zufolge in Michigan und Pennsylvania. Gerade in Pennsylvania hatte Obamas Herausforderer Mitt Romney auf einen Überraschungserfolg gehofft und dort zahlreiche seiner Wahlkampfauftritte abgehalten. Laut CNN und Fox siegt Romney in Swing State North Carolina. Allerdings dürfte sich Obama wohl die umkämpften Swing States Ohio und Florida sichern und auch in Colorado stehen die Chancen für die Demokraten gut.

04:26 Uhr
Bei der US-Präsidentenwahl ist Amtsinhaber Barack Obama dem Sieg ein deutliches Stück nähergekommen. Nach Berechnungen der "New York Times" hätte er mit einem Erfolg im sogenannten Swing State Florida seine Wiederwahl praktisch sicher. Voraussetzung dafür ist, dass er wie erwartet alle als demokratisch geltenden Staaten gewinnt. Dazu zählt auch Kalifornien mit 55 Wahlmännerstimmen. Obamas Herausforderer Mitt Romney müsste hingegen neben Florida auch weitere Swing States (z.B. Ohio) gewinnen, um die notwendige Mehrheit von 270 Wählerstimmen zu holen. Zum Stolperstein für Romney könnte Gary E. Johnson, kaum beachteter dritter Kandidat bei der Präsidentschaftswahl, werden. Der Konservative hat in Florida mehrere Zehntausend Stimmen gewonnen. Das ist bei mehr als 19 Millionen Einwohnern zwar nur eine Marginalie - aber genau diese Stimmen könnten Romney am Ende für einen Sieg in dem wichtigen Swing State fehlen.
Johnson ist Kandidat der libertären Partei, die den Republikanern nahesteht. Analysten gehen davon aus, dass die Wähler dieser radikal auf freie Marktwirtschaft setzenden Partei ohne eigenen Kandidaten den der Republikaner wählen würden.

04:12 Uhr
Laut Exit Polls des TV-Senders CNN geht der Schlüsselstaat Iowa mit sechs Wahlmännerstimmen an Amtsinhaber Barack Obama. Der US-Präsident liegt demnach bei derzeit 58 Prozent, sein Herausforderer Mitt Romney kommt auf 42 Prozent.

04:09 Uhr
Nach 80 Prozent Auszählungsstand führt Obama gegen Romney in Florida mit gut einem Prozentpunkt Vorsprung. Die noch nicht ausgezählten Bezirke Floridas wählen in der Regel mehrheitlich demokratisch. In Ohio steht's aktuell 52 zu 48 für Obama. Gewinnen die Demokraten in beiden Bundesstaaten, dann heißt der US-Präsident neuerlich Barack Obama.
Obama setzte sich laut dem Fernsehsender ABC auch im Bundesstaat Minnesota durch und fährt damit einen weiteren Sieg ein, der als nicht hundertprozentig sicher galt.
Amtsinhaber Obama hat im laufenden Präsidentschaftsrennen auch den Schlüsselstaat New Hampshire in Neuengland für sich geholt, berechneten die Sender CBS und NBC auf Basis von Auszählungsdaten. Die vier Wahlmänner des kleinen Staates gehen damit an den Demokraten.

04:00 Uhr
Die Futures auf den Aktienindex S&P 500 bauen ihre Kursverluste aus und notierten nun 0,8 Prozent schwächer. Börsenexperten verweisen auf die Aussicht, dass der Kongress gespalten bleibt - ganz egal wer die Präsidentenwahl gewinnt. Damit würde es weiterhin sehr schwer sein, den Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern beizulegen und die sogenannte "Fiskalklippe" zu umschiffen, argumentieren sie.

03:42 Uhr
Bei der US-Präsidentenwahl gehen die wichtigen Swing States Michigan, Wisconsin und Pennsylvania nach Wählerbefragung der TV-Sender CNN und Fox News an Präsident Barack Obama. Es war erwartet worden, dass der Herausforderer Mitt Romney in dem nördlichen Industriestaat Michigan, in dem er geboren wurde, stärker abschneidet. Obama sicherte sich auch wie erwartet die Wahlmänner in den Staaten New York und New Jersey. Der Staat war vom Wirbelsturm "Sandy" stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Romney gewann dagegen wie erwartet das bevölkerungsreiche Texas. Außerdem holte er die Wahlmännerstimmen aus den traditionell republikanisch wählenden Bundesstaaten Kansas, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Dakota und Wyoming.

03:37
CNN und Fox vermelden: Barack Obama gewinnt im Swing State Michigan. Dazu ist der Sieg von Obama im wohl vorentscheidenden Ohio so gut wie sicher. Dazu ergibt ein Exit Poll von CNN Barack Obama im Swing State Wisconsin mit 52 zu 46 Prozent vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Ebenso geht der Swing State Pennsylvania an Obama. Die Demokraten siegen nach Berechnungen des US-Senders CBS auch im Swing State New Hampshire.

03:19
Nach Einschätzung des Fernsehsenders CNN werden die Republikaner auch nach der Neuwahl aller 435 Sitze das US-Repräsentantenhaus kontrollieren. Eine Serie von Schlüsselwahlkreisen sei zu ihren Gunsten ausgegangen, hieß es. Die größere der beiden Kammern des Kongress war 2010 zu den Republikanern gewechselt. Der Senat dürfte nach ersten Einschätzungen allerdings in den Händen der Demokraten verbleiben. Sollte der Kongress gespalten bleiben, droht eine politische Blockade wie in den vergangenen beiden Jahren.

02:41 Uhr
Die Auszählung der US-Präsidentschaftswahl hat im Internet ein intensives Echo gefunden. Etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale an der Ostküste zählte der Kurzmitteilungsdienst Twitter bereits mehr als elf Millionen Beiträge zu den Wahlen. Kurz vor Schließung der Wahllokale twitterte Amtsinhaber Barack Obama einen letzten Wahlkampfaufruf: "Lasst uns das jetzt gewinnen!" - von seinen Anhängern wurde das mehr als 4.000 Mal als "Favorit" markiert und rund 19.000 Mal weiterverbreitet. Deutlich weniger Resonanz fand sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney mit einem Foto bei seiner Stimmabgabe und der Feststellung: "Das war's, stellt sicher, dass ihr heute wählt." Auch österreichische Journalisten verschiedenster Medien tummelten sich zahlreich auf Twitter.

02:11 Uhr
Im US-Wahlhauptquartier der Demokraten macht sich langsam Entspannung und Vorfreude breit. Barack Obama scheint die entscheidenden Swing States für sich zu entscheiden – besonders Ohio. Aus dem Herzschlagfinale könnte daher ein entspannter Wahlabend für den amtierenden Präsidenten werden. Obama hat auch den Heimatstaat seines Herausforderers Mitt Romney gewonnen. In Massachusetts lag der Demokrat bei der US-Präsidentschaftswahl am Dienstagabend (Ortszeit) laut CNN uneinholbar in Führung. Der Republikaner Romney war von 2003 bis 2007 Gouverneur des Neuenglandstaates, der bei Präsidentschaftswahlen aber seit fast einem Jahrhundert fast immer die Demokraten wählt. Zugleich verteidigte Obama seinen eigenen Heimatstaat Illinois. Der Präsident wurde zwar auf Hawaii geboren, Chicago ist aber seit Jahrzehnten seine politische Heimat. Beide Ergebnisse waren erwartet worden: Auch Illinois wählt seit 20 Jahren demokratisch. Massachusetts ist mit elf Wahlmännerstimmen mittelgroß, Illinois muss mit 20 Stimmen schon zu den größeren Staaten gerechnet werden.

01:40 Uhr
Bei der US-Präsidentenwahl hat es zunächst kaum klare Ergebnisse gegeben. In wichtigen Swing States war das Rennen knapp: In Florida lag der demokratische Amtsinhaber Barack Obama knapp vor seinem republikanischen Herausforderer Romney, allerdings waren weniger als 30 Prozent der Stimmen ausgezählt. In Virginia hingegen konnte Romney nach Auszählung von mehr als 20 Prozent der Stimmen einen großen Vorsprung verzeichnen. Völlig offen war zunächst das Ergebnis in Ohio, Pennsylvania und Michigan. Einer Exit Poll des Senders CNN zufolge könnte Obama mit 51 zu 48 Prozent vor Romney liegen. Ab 02.00 Uhr MEZ sollte es aus den nördlichen Staaten erste Resultate geben. Im kleinen New Hampshire in Neuengland lag nach ersten Auszählungsergebnissen Obama vorne. In North Carolina lag das Ergebnis nach CNN-Exit Polls bei 49 zu 49 Prozent Als entschieden galt das Rennen am Dienstagabend (Ortszeit) in Staaten, wo der Ausgang zuvor bereits erwartet worden war. So dürften der Südstaat Kentucky, West Virginia und Indiana nach Hochrechnungen an den Republikaner gehen. Das kleine Vermont im Nordosten geht nach einer Prognose von CNN und Fox News an Obama.

01:18 Uhr
Bei der US-Präsidententenwahl deutet sich wie erwartet im umkämpften Bundesstaat Virginia ein extrem knappes Rennen an. Laut dem TV-Sender CNN kamen der Amtsinhaber Barack Obama und sein Herauforderer Mitt Romney in Wählerbefragungen auf jeweils 49 Prozent. Der Staat vergibt 13 der 270 für einen Sieg benötigten Wahlmännerstimmen. Er spielte 2008 eine entscheidende Rolle für Obamas Sieg, denn seit Lyndon B. Johnson 1964 hatte dort kein Demokrat mehr gewonnen. Der Ostküstenstaat wählte Obama 2008 mit 53 Prozent. Sein republikanischer Konkurrent John McCain kam auf 46 Prozent.

00:58 Uhr
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat nach eigener Aussage für die Wahlnacht nur eine Siegesrede vorbereitet. "Ich habe bisher nur eine Ansprache geschrieben", sagte er laut dem TV-Sender CNN am Nachmittag (Ortszeit) vor Reportern. Sie sei genau 1.118 Wörter lang. Er "fühle" schon seit langem, dass er die Wahl gewinnen werde.

00:56 Uhr
Obama hat laut einer Prognose des US-Senders CNN den Bundesstaat Vermont gewonnen. Romney siegte demnach dagegen in Kentucky. Beides war erwartet worden.

00:54 Uhr
Gut ein Drittel der US-Wähler sieht einer CNN-Umfrage zufolge die eigene Situation heute schlechter als bei der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten vor vier Jahren. Einer am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Wählerbefragung zufolge sagten 34 Prozent, ihnen gehe es heute schlechter als 2008. Nur 24 Prozent sagten, ihre Situation habe sich verbessert. Mit 41 Prozent sahen die meisten ihre persönliche Situation kaum verändert. Der Umfrage zufolge war die Wirtschaft das wichtigste Thema des Wahlkampfs. 40 Prozent der Befragten nannten dabei die Arbeitslosigkeit und 37 Prozent steigende Preise als größte Probleme. Deutlich dahinter liegen mit 13 Prozent hohe Steuern und mit 8 Prozent der Immobilienmarkt.

00:45 Uhr
Die Behörden des Bundesstaats New Jersey verlängern für Opfer des Sturms "Sandy" die Frist zur Stimmabgabe per Fax oder E-Mail bis Freitagabend (02.00 Uhr MEZ Samstag). Die Regelung gilt für Menschen, die in Folge des Sturms, der Tausende Häuser zerstörte, nicht an ihrem Wohnort sein können sowie für Helfer, die vor Ort zur Unterstützung der Katastrophen-Opfer im Einsatz sind. In New Jersey gilt ein Sieg Obamas als sicher.

00.37 Uhr
Obama nach ersten Auszählungen in New Hampshire vorne.

00.21 Uhr
Laut ersten Ergebnissen aus den US-Staaten Indiana und Kentucky hat dort erwartungsgemäß der Republikaner Mitt Romney gewonnen. Nach Angaben des Senders Fox News lag Romney bei einem Auszählungsgrad von jeweils einem Prozent der Stimmen in Indiana mit 63 und in Kentucky mit 69 Prozent der Stimmen voran. Indiana war 2008 an den Demokraten Barack Obama gegangen.

00.01 Uhr
Bei den Präsidentenwahlen in den USA haben (Mitternacht MEZ) die ersten Wahllokale geschlossen. Die Abstimmung endete in ersten Wahlkreisen in den Bundesstaaten Indiana und Kentucky. In den alles entscheidendenden Swing States wird allerdings noch gewählt. Es dürfte noch Stunden dauern, bis feststeht, ob Amtsinhaber Barack Obama oder Herausforderer Mitt Romney den Sieg davonträgt. Umfragen sagen übereinstimmend ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus - mit leichtem Vorteil für Obama.

23:37 Uhr
Mitt Romney gratuliert Barack Obama zu dessen Wahlkampf. "Dieser Präsident hat eine wirklich starke Kampagne gefahren. Ich glaube, dass er ein guter Mensch ist, und wünsche ihm und seiner Familie alles Gute. Er ist ein guter Vater und war ein gutes Vorbild eines guten Vaters. Aber es ist Zeit für eine neue Richtung", sagt Romney bei einem Halt in einem Wahlkampfbüro in der Nähe von Pittsburgh.

23:35 Uhr
Der Online-Riese Google bietet eine sensationelle Realtime-Map der US-Wahl mit sekündlichen Stimmen-Updates: http://www.google.com/elections/ed/us/results

23:32 Uhr
Hedgefonds-Manager treffen sich am Abend im Bostoner Westin Hotel hinter verschlossenen Türen zur einer privaten Wahl-Party. Der erhoffte Sieger wird nicht weit weg sein: Gleich nebenan, im Convention Center, feiert Romney mit Unterstützern seine „Election Night“. Laut US-Medienberichten soll auch Casino-Mogul Sheldon Adelson aus Las Vegas mit von der Partie sein, der in diesem Wahlkampf insgesamt 54 Millionen Dollar für die Republikaner lockergemacht hatte.

23.00 Uhr
Nachdem Homer Simpson beide Kandidaten gründlich gegeneinander abwägt, entscheidet er sich für den Republikaner. Schließlich habe Romney Obamacare erfunden.

22.25 Uhr
Während Mitt Romney am frühen Abend unserer Zeit am Flughafen in Cleveland, Ohio landete, entspannt sich Barack Obama lieber: Er spielt mit Freunden und Mitarbeitern seines Wahlkampfteams wie bereits bei der Wahl vor vier Jahren Basketball.

22.20 Uhr
In weiten Teilen der USA hat sich am Dienstag offenbar eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Vor vielen Wahllokalen gab es lange Warteschlangen. Hohe Wahlbeteiligungen wurden aus den von Hurrikan "Sandy" heimgesuchten Gebieten in New York und New Jersey, aber auch aus mehreren hart umkämpften Swing States gemeldet, wo Republikaner und Demokraten gleichermaßen auf einen Sieg hofften. Bei der vergangenen Präsidentenwahl 2008 gab es mit mehr als 131 Millionen Wählern einen neuen Rekord. In diesem Jahr haben schon mehr als 32 Millionen Menschen per Briefwahl oder vorgezogener Stimmabgabe gewählt.

22.15 Uhr
Banges Warten: Landesweit haben die Wahllokale in den USA noch offen. Die ersten schließen um Mitternacht unserer Zeit (Indiana und Kentucky), richtig spannend wird es aber erst um 1 Uhr morgens – dann schließen die Wahllokale in Florida und Virginia. Die ersten Hochrechnungen werden zwischen Mitternacht und eben 1 Uhr erwartet
.
Hier die "Poll Closing Times" in den verschiedenen Staaten der USA vom Blog "Politico".

Barack Obama hat die Nase nach letzten Umfragen minimal vorne. Doch die Chancen stehen in Wirklichkeit weiter 50:50. Die Aussagen zweier Wähler bestätigen die wohl extrem knappe Entscheidung: "I vote for Romney, because the economy is in a terrible state", so ein US-Amerikaner. Eine Wählerin konterte: "I vote for Obama, because I think, he deserves a second term."

22.05 Uhr
Am Tag der US-Präsidentenwahl haben sich zahlreiche Anleger an den New Yorker Börsen zum Einkauf entschlossen und die Kurse nach oben getrieben. Kursgewinne bei Rüstungs- und Energiefirmen signalisierten, dass einige Anleger auf einen Sieg von Herausforderer Mitt Romney spekulierten, der den Verteidigungsetat deutlich aufstocken will.

21.40 Uhr
Bis zum Schluss kämpften beide Kandidaten mit aller Härte um unentschiedene Wähler. Obama wurde nicht müde, Romney als Anwalt der Reichen zu brandmarken. Romney prangerte das Versagen des Demokraten in der Wirtschaftspolitik angesichts hoher Arbeitslosigkeit und schwacher Konjunktur an. Schätzungsweise drei Milliarden Dollar (knapp 2,35 Mrd Euro) dürften beide Kontrahenten in die als Schicksalswahl beschworene Auseinandersetzung gesteckt haben.

21.23 Uhr
Dramatisches Finale: Nach 17 Monaten Wahlschlacht haben die USA ihren 45. Präsidenten gewählt. Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama (51) ging am Dienstag mit leichtem Vorsprung in den meisten Meinungsumfragen in die Entscheidung. Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney (65) konnte sich dennoch Chancen ausrechnen, da die Erhebungen äußerst knapp waren. Beide Kandidaten bereiteten sich daher nach Medienberichten auch auf eine lange Wahlnacht und auf einen möglichen langwierigen Streit um Abstimmungsergebnisse vor. Wahlberechtigt waren nach Angaben der Webseite statisticbrain.com 206 Millionen US-Bürger, 146 Millionen hatten sich als Wähler registrieren lassen. Bei der Wahl 2008 hätten 131 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben.

21.12 Uhr
Der bei den Vorwahlen der Republikaner gescheiterte Ron Paul unterstützt seinen "Parteifreund" Mitt Romney nicht. In einem CNN-Interview erklärte der Texaner, dass er zwischen Romney und Obama kaum einen Unterschied sehe.

21.00 Uhr
Zur Abwechslung was "Ernstes": Die US-Kreditmärkte haben am Tag der US-Präsidentschaftswahl deutlich an Boden verloren. Die Gewinne am Aktienmarkt signalisierten, dass Investoren ihr Geld lieber in riskanteren Anlageformen investieren wollten. Die maue Nachfrage bei der Emission dreijähriger Papiere trug außerdem dazu bei, dass sich die Anleger vom Rentenmarkt abwendeten. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen deshalb. Die Rendite kletterte dabei auf 1,75 Prozent. Der 30-jährige Bond rutschte sogar einen vollen Punkt ab und rentierte mit 2,92 Prozent.

20.26 Uhr
Dieses Video einer ungewöhnlichen "Wahlmaschine" mit großer Präferenz für Mitt Romney ist tatsächlich am heutigen Dienstag entstanden.

NBC News hat in Erfahrung gebracht, dass das Gerät stillgelegt wurde. Der Mann, von dem das Video stammt, sagte zu seinem Wahl-Versuch folgendes: "I initially selected Obama but Romney was highlighted. I assumed it was being picky so I deselected Romney and tried Obama again, this time more carefully, and still got Romney. Being a software developer, I immediately went into troubleshoot mode. I first thought the calibration was off and tried selecting Jill Stein to actually highlight Obama. Nope. Jill Stein was selected just fine. Next I deselected her and started at the top of Romneys name and started tapping very closely together to find the "active areas". From the top of Romneys button down to the bottom of the black checkbox beside Obamas name was all active for Romney. From the bottom of that same checkbox to the bottom of the Obama button (basically a small white sliver) is what let me choose Obama. Steins button was fine. All other buttons worked fine."

19.00 Uhr
Alle wollen sie nach Ohio: Nur Minuten nach dem Flugzeug von Herausforderer Mitt Romney landet die Maschine des Vizepräsidenten Joe Biden am Flughafen von Cleveland in Ohio. Romney bleibt an Bord, bis der Demokrat aufgebrochen ist - dann landet auch noch der republikanische Bewerber für den Vizeposten, Paul Ryan. Ohio ist der wohl wichtigste Bundesstaat für den Ausgang der Wahl in diesem Jahr.

CNN hat den Andrang am Flughafen festgehalten:

18.40 Uhr
Die großen US-Medien stehen am Dienstag vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen verhindern, dass die Ergebnisse der Nachwahlbefragungen vor Schließung der Wahllokale an die Öffentlichkeit gelangen. Im Zeitalter des Internets könnte sich eine einzige zu früh verschickte Twitter-Botschaft oder ein Posting auf Facebook rasant im ganzen Land verbreiten. Die Organisatoren der Wahl befürchten, dass es zu Verzerrungen kommen könnte, wenn ein Ergebnis festzustehen scheint, während im selben Bundesstaat noch gewählt wird. Ein gesetzliches Verbot gibt es nicht.

18.30 Uhr
Während eines Anrufs bei einem Hip-Hop-Radiosender in Florida ruft Obama die schwarzen Amerikaner auf, ihre Stimme abzugeben. Wählen gehen sei wichtig, um "unsere Gemeinschaft nach vorne zu bringen", sagt er.

16.58 Uhr
Präsident Barack Obama gratuliert seinem Herausforderer Mitt Romney bei einem Besuch in einem Wahlkampfbüro zu einem "beherzten Wahlkampf". "Ich weiß, dass seine Anhänger genauso engagiert und genauso enthusiatisch sind und heute genauso hart arbeiten." Der Präsident ruft Anhänger an und bedankt sich für ihre freiwillige Arbeit für seine Wiederwahl.

16.19 Uhr
In einigen der vom Sturm "Sandy" betroffenen Teilen der Bundesstaaten New York und New Jersey kommt es zu Verzögerungen. Die Wahlhelfer in einem unbeheizten Zelt im New Yorker Bezirk Queens kämpfen eine halbe Stunde mit dem Stromgenerator, bis er läuft.

15.38 Uhr
Bei der Präsidentschaftswahl in den USA hat der republikanische Kandidat Mitt Romney am Dienstag seine Stimme abgegeben. Gemeinsam mit seiner Frau Ann ging der 65-Jährige in seinem Heimatort Belmont in einem Wahllokal im US-Staat Massachusetts wählen. Er habe ein "sehr, sehr gutes" Gefühl, was einen möglichen Sieg über Amtsinhaber Barack Obama von den Demokraten angehe, sagte er. Barack Obama hatte wie viele Millionen andere US-Bürger bereits im Vorfeld seine Stimme abgegeben. Der Amtsinhaber wählte am 25. Oktober in seiner Heimatstadt Chicago.

14.53 Uhr
Der venezolanische Präsident und US-Kritiker Hugo Chavez hat nach eigenen Worten kaum Hoffnung auf eine andere Außenpolitik der USA - "egal, wer gewinnt". Chavez hat Obama vorgeworfen, die "imperialistische" Politik seines Vorgängers George W. Bush fortzusetzen, sich aber im Wahlkampf hinter den Demokraten gestellt. Romney hat das in einem Wahlspot aufgegriffen.

14.41 Uhr
Am Finanzplatz New York hoffen die Experten vor allem auf eins: einen klaren Ausgang der Wahl. "Wenn wir am Mittwoch aufwachen und das Ergebnis noch nicht kennen, heißt das auch, dass die 'Haushaltsklippe' erst später angegangen wird", sagt Art Hogan von Lazard Capital Markets. Mit der "fiscal cliff" werden drohende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zum Jahresende bezeichnet.

13.46 Uhr
US-Vizepräsident Joe Biden gibt seine Stimme im Delaware ab. Der vergleichsweise kleine Bundesstaat dürfte sicher an Obama gehen, liefert aber nur drei Wahlmännerstimmen.

13.29 Uhr
Peruanische Schamanen glauben fest an die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama. Auf einem Hügel nahe der Hauptstadt Lima praktizierten sie am Montag mithilfe von Blüten, Koka-Blättern und einem bewusstseinserweiternden Trank ein Wahrsage-Ritual. Sie bestreuten Fotos des demokratischen Amtsinhabers und seines republikanischen Rivalen Mitt Romney mit Blütenblättern und bliesen Tabakrauch darauf, zudem kauten sie Koka-Blätter und tranken Ayahuasca, ein psychoaktives Gebräu. Dabei habe sich gezeigt, dass Obama in der Gunst der Apus, Hügelgöttern der indigenen Mythologie, oben stehe. "Die Apus sagen uns, dass Obama wiedergewählt wird", sagte der Schamane Juan Osco. Obama und Romney liegen laut Umfragen in der Wählergunst dicht beieinander, der Amtsinhaber wurde nach letzten Umfragen minimal in Führung gesehen.

12.21 Uhr
Erste Wahllokale sind geöffnet. Auch die ersten Ergebnisse liegen vor: In dem kleinen Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire erhielten Obama und Romney je fünf Stimmen. Gut 100 Kilometer südlich in Hart's Location verbuchte der Amtsinhaber seinen ersten kleinen Erfolg: Er kam auf 23 Stimmen, Romney auf neun. Zwei Wähler stimmten für einen dritten Kandidaten, der landesweit im Rennen um das Weiße Haus keine Rolle spielt.

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