Listerien in Dänemark: Kommt der nächste Fleischskandal?

Listerien in Dänemark: Kommt der nächste Fleischskandal?

Schon 12 Menschen sollen in Dänemark seit vergangenem Herbst an einer Listerien-Infektion nach dem Verzehr von verseuchter Wurst gestorben sein. Produkte des Herstellers sollen auch an Eurospar und Spar geliefert worden sein. Eine Verbindung zu Spar Österreich wird jedoch ausgeschlossen.

In Dänemark sind zwölf Menschen wahrscheinlich nach dem Verzehr von Wurst an einer Bakterien-Infektion gestorben. Hauptquelle für den Listerien-Ausbruch sei Fleisch eines Produzenten, der Aufschnitt und andere Wurstwaren herstellt, so das Lebensmittelministerium am Dienstag. Forschern zufolge könnten sich weitere Menschen durch den Verzehr von verseuchter Wurst mit Listerien infiziert haben.

Die Todesfälle ereigneten sich seit September 2013, insgesamt 20 Menschen hatten sich mit den Bakterien angesteckt, die in Wurstwaren gefunden wurden. Jetzt untersuchen Wissenschafter am staatlichen Serum Institut Proben von vier anderen Patienten, wie die Forscher am Mittwoch mitteilten. Die Ergebnisse sollen Anfang kommender Woche vorliegen. Von vier weiteren Patienten erwartet das Institut Proben. Rund 50 Menschen infizierten sich jedes Jahr in Dänemark mit Listerien. Fleisch aus dem mittlerweile geschlossenen Betrieb Jörn A. Rullepölser ist in Dänemark auch in Filialen von Eurospar, Spar und Superbest gelandet. Das geht aus einer Aussendung der dänischen Branchenvertretung der Filialhändler (DSK) hervor. Insgesamt sollen über 50 Supermarkt-Filialen mehrerer Ketten das verseuchte Fleisch verkauft haben.

Spar Dänemark hat jedoch keinerlei Verbindung zu Spar Österreich, wie das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung betonte. Spar biete in Österreich "ausschließlich" streng kontrolliertes österreichisches Frischfleisch mit dem AMA-Gütesiegel an. Spar International ist eine Dachorganisation "für regional vollkommen eigenständige Spar-Organisationen", hieß es.

Dänische Wurst auch nach Schleswig geliefert

Mit gefährlichen Bakterien verseuchte Fleischwaren, nach deren Verzehr in Dänemark zwölf Menschen starben, sind auch an einen deutsch-dänischen Grenzhandel in Schleswig-Holstein in Deutschland geliefert worden. Das Landwirtschaftsministerium in Kiel sei über eine Schnellmeldung informiert worden, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend.

Ob die mit Listerien belasteten Fleischprodukte auch verkauft wurden, werde noch geprüft. Die Veterinärbehörde im Kreis Schleswig-Flensburg sei angewiesen worden, die Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Dem Ministerium lagen keine Informationen über mögliche Erkrankungen im Zusammenhang mit den verseuchten Lebensmitteln vor.

Zuvor hatte es aus dem Lebensmittelministerium in Kopenhagen geheißen, das belastete Fleisch sei nicht ins Ausland verkauft worden. Die Wurst stammt von dem Produzenten Jörn A. Rullepölser, das Unternehmen wurde von den dänischen Behörden geschlossen.

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