Kroatien: S&P senkt Bonitätsaussicht auf "negativ"

Kroatien: S&P senkt Bonitätsaussicht auf "negativ"

Die Ratingagentur Standard & Poor’s begründete die revidierte Prognose für Kroatien damit, dass die Bonität im kommenden Jahr gesenkt werden könnte, wenn sich die Wirtschaftslage schlechter entwickelt als erwartet, das Defizit steigt oder die Verschuldung im Ausland schwieriger wird, so die Agentur in ihrer Beurteilung.

Die Botschaft sei, "dass wir Reformen schneller durchführen, die Restrukturierung öffentlicher Unternehmen beschleunigen und auf Investitionen ausrichten müssen", sagte Kroatiens Finanzminister Slavko Linic zum Rating. "Die Regierung denkt sehr wohl darüber nach, die Frage ist nur, wie viel Unterstützung wir in der Bevölkerung haben werden. Es scheint, als wüsste die Bevölkerung nicht, wie hoch Kroatiens Schulden sind und welches Potenzial Kroatien hat", sagte Linic laut der kroatischen Nachrichtenagentur Hina.

In Kroatien dauert die Rezession bereits fünf Jahre, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging seit 2008 um 12 Prozent zurück, vor allem wegen des sinkenden Konsums (-12 Prozent) und rückläufiger Investitionen (-35 Prozent), stellte die private Finanzinstitution fest. Die Wirtschaft werde heuer um ein weiteres Prozent schrumpfen, so die Prognose von S&P. Die EU-Mitgliedschaft biete Kroatien eine Möglichkeit, die Herausforderungen, wie etwa die Steigerung des Wachstums, der Konkurrenzfähigkeit und der Produktivität zu meistern. S&P befürchtet jedoch, dass Kroatien nicht in der Lage sein wird, die EU-Fonds, die dem Land zwischen 2014 und 2020 zur Verfügung stehen, auszuschöpfen.

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