Kein Geld aus Rom: Museum in Siena muss zusperren

Kein Geld aus Rom: Museum in Siena muss zusperren

Das Sparpaket der römischen Regierung hinterlässt auch im kulturellen Leben der Toskana tiefe Spuren. Die ohnehin unter rückläufigen Toursimus leidende Region verliert ab Anfang September einen weiteren Tourismusmagneten.

Die Toskana bekommt die Auswirkungen der strengen Einsparungen der italienischen Regierung im Kulturbereich zu spüren. Ab dem 1. September wird der Museumskomplex von Santa Maria della Scala im Herzen der toskanischen Stadt Siena geschlossen. Die Stadt konnte keine Fonds mehr für das prestigereiche Museumskomplex auftreiben. 40 Personen zittern um ihren Job, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Sonntag.

Das Museum, das ursprünglich als erstes Krankenhaus in Europa für Pilger, arme Leute und Waisenkinder gebaut wurde, liegt gegenüber dem Dom und wurde wahrscheinlich rund um das 9. Jahrhundert gegründet. Im Mittelalter entwickelte es sich beträchtlich durch Schenkungen von aristokratischen Familien und wurde sofort bedeutend für die Wirtschaft der Stadt. Aus diesem Grund wurde seine Verwaltung im 15. Jahrhundert unter die direkte Kontrolle der Gemeinde Siena gegeben.

Das Krankenhaus stellte auch stets ein wichtiges Kulturzentrum dar, und noch heute gilt es nach dem Rathaus und Dom als drittwichtigster Touristenmagnet der Stadt Siena. Heute bietet der Komplex einen Museumsweg und beherbergt unter anderen das neue archäologische Museum. Zahlreiche berühmte Künstler nahmen an der Einrichtung des Gebäudes teil.

Die Gemeinde Siena sucht jetzt nach Wegen, um das Museum zu retten. Kaum Hoffnung kann sie sich jedoch von der prestigereichen Bank Monte Paschi di Siena, dem ältesten Geldhaus der Welt, erwarten, die bis jetzt einige Museen in der Stadt finanziell unterstützt hatte. Die Bank steckt in einer tiefen Krise und plant die Streichung von 4.600 Jobs sowie die Schließung von 400 Filialen.

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