Katar: Neue Kritik an Arbeitsbedingungen bei WM-Bauten

Katar: Neue Kritik an Arbeitsbedingungen bei WM-Bauten

Ein Bericht der Organisatoren der umstrittenen Fußball-WM 2022 in Katar über angebliche Verbesserungen für die Arbeiter erntet Skepsis und Kritik. Der Internationale Gewerkschaftsbund sieht die Arbeitsbedingungen keineswegs grundlegend verbessert.

Der Internationale Gewerkschaftsbund (ITUC) hat die von den Organisatoren der umstrittenen Fußball-WM 2022 in Katar ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ausländischer Arbeiter als "Augenauswischerei" kritisiert. Zuletzt hatten immer wieder Berichte über Todesfälle und unmenschliche Zustände auf den Baustellen für Empörung gesorgt.

"Es ist keine einzige Änderung an den katarischen Gesetzen, die den Beschäftigten ihre grundlegenden Rechte verweigern, vorgenommen oder vorgeschlagen worden. Ein Mitspracherecht oder eine Vertretung bei der Arbeit ist für Wanderarbeitskräfte in Katar nicht vorgesehen", betonte ITUC-Generalsekretärin Sharan Burrow.

Katar versucht zu beschwichtigen

Der Oberste Rat für Organisation und Nachhaltigkeit in Katar hatte dem Fußball-Weltverband (FIFA) am Dienstag einen 50-seitigen Bericht über die Fortschritte bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Katar vorgelegt. Dabei sei in den vergangenen sechs Monaten die Zahl der ausgebildeten Inspektoren um 30 Prozent erhöht worden. Für die Arbeiter an den WM-Baustellen soll künftig die Einrichtung von Bankkonten zu den Standards gehören. Klare Richtlinien für die Hygiene und Bettenzahl sollen außerdem die Situation in den Unterkünften verbessern.

Offenbar mehr Todesopfer als bisher bekannt

Erst kürzlich lenkte ein Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" die Aufmerksamkeit erneut auf dei unmenschlichen Arbeitsverhältnisse beim Bau der Einrichtungen für die Fußball-WM 2022 in Katar. Dem Bericht zufolge sind dabei mehr Arbeiter ums Leben gekommen als bisher bekannt. Im Jahr 2013 seien allein 185 ArbeiterInnen aus Nepal gestorben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf offizielle Dokumente.

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