Kampf dem Steuerbetrug: Spanien verbietet Barzahlungen über 2500 Euro

Kampf dem Steuerbetrug: Spanien verbietet Barzahlungen über 2500 Euro

Ab diesem Montag dürfen spanische Verbraucher Rechnungen über 2500 Euro nicht mehr in bar begleichen, wenn eine der Parteien bei der Transaktion in professioneller oder gewerblicher Kapazität handelt.

Das Gesetz vom 30. Oktober, das nun in Kraft tritt, ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, um “Steuerbetrug zu vermeiden und zu bekämpfen.” In der Präambel des Gesetzes heißt es, “die soziale und wirtschaftliche Realität in einer durch Krise und Haushaltseinsparungen geprägten Lage macht Steuerbetrug heutzutage noch verwerflicher”.

Die Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy versucht durch eine Reihe von Änderungen bei den Einnahmen und Ausgaben das Haushaltsdefizit des Landes zu verringern und einen Antrag auf Hilfe von außen zu umgehen.

Artikel 7 vom Gesetz 7/2012 zielt auf die Gepflogenheit ab, für Güter und Dienstleistungen in Bargeld zu zahlen, um Mehrwert- und Einkommenssteuern zu umgehen. Diese Praxis sei in Spanien sehr weit verbreitet, sagen Ökonomen. Darunter fallen Bargeld-Transaktionen, die in Spanien alltäglich sind, wie die Bezahlung eines Zimmermanns für Renovierungsarbeiten.

Das Gesamtaufkommen der Schattenwirtschaft in Spanien wird auf 245 Mrd. Euro geschätzt, das entspricht etwa 23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie aus dem in diesem Monat vorgelegten Bericht der Gewerkschaft der spanischen Steuerprüfer (Gestha) hervorgeht. Das seien etwa zehn Prozentpunkte mehr als der EU- Schnitt.

Rein persönliche Transaktion sind von dem Gesetz ausgenommen, wie etwa der Kauf eines Gebrauchtwagens oder der Kauf eines Hauses von einer anderen Privatperson. Nicht- gewerbliche Geschäfte sind allerdings eingeschlossen, wenn der Zahlende in einem anderen Land besteuert wird. In diesem Fall liegt die Barmittel-Grenze bei 15.000 Euro.

In Italien hat Ministerpräsident Mario Monti die Grenze für Bargeld-Transaktionen im vergangenen Jahr von 2500 Euro auf 1000 Euro gesenkt, um gegen Steuerbetrug vorzugehen.

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