Juncker will EU-Kommissionspräsident werden

Juncker will EU-Kommissionspräsident werden

Der frühere luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker will sich als Kandidat der europäischen Konservativen für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten aufstellen lassen. Seine Nominierung ist jedoch alles andere als fix - Vorbehalte von Angela Merkel könnten ihm einen Strich durch die Rechnung machen.

Der frühere luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker will sich um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bewerben. Ob er offiziell Kandidat der europäischen Konservativen werde, hänge zwar von der Entscheidungsfindung innerhalb der Europäischen Volkspartei ab, sagte der langjährige Chef der Euro-Gruppe am Donnerstag dem deutschen Rundfunksender RBB. Juncker ergänzte aber: "Ich wäre grundsätzlich dazu bereit, wenn ein Programm und andere Dinge stimmen."

Er freue sich auf eine lebhafte Debatte mit dem Präsidenten des Europa-Parlaments, Martin Schulz, der als Kandidat der europäischen Sozialisten ebenfalls das Spitzenamt in der Kommission anstrebt.

Erste Werbungsversuche um Jungwählerstimmen

Juncker räumte ein, dass sich die EU derzeit in Erklärungsnot befinde, "weil die Menschen sehr oft nicht verstehen, was wir in Brüssel für Entscheidungen anhäufen". Es gebe eine Kluft zwischen der öffentlichen Meinung in Europa und der Politik in der EU. Auch die Probleme im Zuge der Euro-Schuldenkrise seien noch nicht ganz überwunden: "Für mich ist die Krise erst dann vorbei, wenn wir die Arbeitsmarktproblematik für die jungen Menschen positiv geändert haben werden."

Junckers mutmaßlicher Konkurrent Schulz hatte kürzlich eine stärkere Personalisierung des Wahlkampfs gefordert. Ein Wettbewerb um Wählerstimmen zwischen ihm und beispielweise Juncker "würde Leute mobilisieren, die sonst möglicherweise nicht zur Wahl gehen", hatte der Sozialdemokrat gesagt.

Europas Konservative wollen im März ihren Spitzenkandidaten für die Wahlen im Mai küren, Juncker gilt als einer der Aspiranten auf diesen Posten. Nach Medienberichten gibt es gegen ihn allerdings Vorbehalte bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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