Japan: Trotz Geldschwemme kein Wachstum

Japan: Trotz Geldschwemme kein Wachstum

Japan hat trotz einer international umstrittenen Geldschwemme die Rezession noch immer nicht überwunden. Das Bruttoinlandsprodukt von Japan sank im vierten Quartal 2012 um 0,1 Prozent, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten waren im Durchschnitt von einem Wachstum um 0,1 Prozent ausgegangen.

Wirtschaftsminister Akira Amari geht allerdings davon aus, dass sich dank Konjunkturprogrammen und der schneller rotierenden Notenpresse eine baldige Erholung einstellen wird. Angesichts der jüngsten Talfahrt des Yen und der damit verbundenen verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure sieht die Notenbank Licht am Ende des Tunnels: "Die japanische Wirtschaft hat offenbar die Talsohle erreicht."

Die Währungshüter beschlossen zudem, den Leitzins zwischen null und 0,1 Prozent zu belassen und ihr Programm zum Ankauf von Wertpapieren nicht auszudehnen. Der neue Ministerpräsident Shinzo Abe hat Ende 2012 sein Amt mit dem Versprechen angetreten, das Land aus der Deflationsfalle - einer Spirale aus sinkenden Preisen und schrumpfender Wirtschaft - herauszuführen. Unter dem Druck der Regierung hat die Notenbank ihr Inflationsziel auf zwei von einem Prozent nach oben gesetzt und will die Notenpresse noch stärker rotieren lassen - ab nächstem Jahr will sie sogar unbegrenzt Anleihen aufkaufen.

Diese Politik hat dem Land international den Ruf eingebracht, den Außenwert seiner Währung gezielt zu drücken und sich damit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Dem widersprach Notenbankchef Masaaki Shirakawa vehement: "Die Bank von Japan betreibt eine Geldpolitik, um Stabilität der Wirtschaft zu erreichen." Er werde dies auch auf dem Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) erläutern, das am Freitag in Moskau beginnt. Das asiatische Land hat sich bereits in einer Erklärung der führenden Industrienationen (G7) zu freien Wechselkursen bekannt.

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