IWF warnt: Das Schlamassel in Portugal nimmt kein Ende

IWF warnt: Das Schlamassel in Portugal nimmt kein Ende

Zugleich warnte der IWF die Euro-Partner in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, dass der politische und gesellschaftliche Rückhalt für das vereinbarte Sparprogramm in Portugal Risse zeige. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sei nicht in Sicht. Wegen der staatlichen Einschnitte falle der private Konsum als Motor für eine konjunkturelle Belebung weiter aus.

Portugals Wirtschaft wird dem Bericht zufolge 2013 das dritte Jahr in Folge schrumpfen und zwar um 2,3 Prozent. 2012 war das BIP um 3,2 Prozent eingebrochen. Der Schuldenberg werde im nächsten Jahr auf 124 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen und damit zwei Punkte höher als erwartet. Erst am Mittwoch hatte der IWF Portugal Fortschritte beim Sparkurs bescheinigt und der Auszahlung der siebenten Geldtranche in Höhe von 657 Millionen Euro zugestimmt. Zugleich billigten die internationalen Geldgeber die Verlängerung der Rückzahlungsfristen der Hilfskredite aus dem Euro-Rettungsschirm.

Im Zuge des Sparprogramms haben die Portugiesen in diesem Jahr die größten Steuererhöhungen in der Geschichte des Landes hinnehmen müssen. Die Arbeitslosigkeit ist auf den Rekordstand von 18 Prozent gestiegen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung lockerte die Troika der internationalen Geldgeber bestehend aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und IWF im März die Defizitvorgaben. Dank des zunehmenden Vertrauens unter den Investoren konnte das Land im Mai erstmals seit Erhalt des Hilfspakets 2011 eine zehnjährige Anleihe begeben.

Portugal musste vor zwei Jahren mit 78 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt werden. Im Rahmen des Hilfspakets wurde ein umfassender Reformkurs vereinbart. In diesem Jahr muss das Haushaltsdefizit nun auf 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung von 6,4 Prozent im vergangenen Jahr sinken.

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