Italiens Bausektor vor dem totalen Kollaps

Italiens Bausektor vor dem totalen Kollaps

Italiens Baubranche sieht schwarz: Wegen der schweren Rezession seien in den letzten fünf Jahren 360.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Weitere 550.000 seien in den mit der Baubranche verbundenen Wirtschaftssektoren weggefallen, teilte der Verband der italienischen Bauindustrie Anaepa Confartigianato mit.

122.000 Jobs seien allein im vergangenen Jahr gestrichen worden, was einem Rückgang in der Beschäftigungszahl von 6,7 Prozent entspricht. 61.844 Baugesellschaften gingen im vergangenen Jahr pleite.

In den letzten sechs Jahren seien die Investitionen im Bausektor um 40 Prozent geschrumpft. Der Umsatz der Branche sei auf ein Niveau wie vor 40 Jahren gesunken. Die Bauindustrie erlebe die schwierigste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, betonte Verbandspräsident Arnaldo Redaelli. Die Lage werde sich ohne Stützungsmaßnahmen für den Bausektor auf in diesem Jahr weiterhin verschlechtern.

Was tut nun die Regierung?

Die Regierung Letta setzt sich in Bewegung. So will das Kabinett der krisengeschüttelte Bauwirtschaft mit einem "Ökobonus“ zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude unter die Arme greifen. Außerdem sind Steuerentlastungen für die Verbesserung der Erdbebensicherheit von Immobilien vorgesehen. "75 Prozent von Italienis nationalem Gebiets sind erdbebengefährdet", begründet Infrastrukturminister Maurizio Lupi. Die Maßnahmen sind in einem Regierungspaket zur Wirtschaftsankurbelung enthalten. Steuerentlastungen bis zu 50 Prozent für einen Wert von bis zu 10.000 Euro sind auch für Küchen und Sanitäreinrichtungen festgesetzt, womit die Regierung der kränkelnden Möbelindustrie unter die Arme greifen will.

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