Italien: Stärkster Konsumrückgang seit Zweitem Weltkrieg

Italien: Stärkster Konsumrückgang seit Zweitem Weltkrieg

Italien klagt über den stärksten Konsumrückgang seit dem Zweitem Weltkrieg.

Im Gesamtjahr 2012 wird der Konsum in Italien um drei Prozent sinken, das ist der stärkste Rückgang seit 1946, berichtete der italienische Kaufleuteverband Confcommercio. Zwischen dem dritten Quartal 2007 und dem zweiten Quartal 2012 sei der Pro-Kopf-Konsum der Italiener um 6,5 Prozent gesunken.

Von der Krise besonders betroffen ist der Kleinhandel, der im ersten Halbjahr 2012 einen Rückgang von 2,6 Prozent hinnehmen musste. Dafür wächst der Umsatz von Diskontern (Plus 1,8 Prozent) und Supermärkten (Plus 1,4 Prozent), die mit wettbewerbsfähigen Sonderangeboten die verunsicherten Konsumenten locken.

Nicht alle Wirtschaftsbranchen bekommen die Krise gleich hart zu spüren. Die im Bereich Informatik und Telekommunikation aktiven Geschäfte meldeten ein Plus von 2,6 Prozent. In der Möbelbranche wurde dagegen ein Rückgang von 1,3 Prozent verzeichnet, geht aus der Confcommercio-Studie hervor.

"Wir erleben eine der schlimmsten Phasen in der wirtschaftlichen Geschichte Italiens", heißt es in dem neu veröffentlichten Confcommercio-Bericht. Laut dem Kaufleuteverband sind die Maßnahmen der Regierung Monti zur Liberalisierung und Entbürokratisierung wichtig, sie würden allein nicht zur Förderung des Wirtschaftswachstums genügen. Damit Italien wieder wachsen könne, seien gezielte öffentliche Investitionen in Italien und in Europa notwendig.

Drei Millionen Franzosen ohne Arbeit

In Frankreich ist die Zahl der Arbeitslosen Regierungsangaben zufolge auf mehr als drei Millionen gestiegen. Dies gehe aus dem Arbeitslosenreport für August hervor, sagte Arbeitsminister Michel Sapin am Mittwoch dem Fernsehsender France 2. Der Bericht sollte am Nachmittag vorgelegt werden. Sapins Angaben nach meldeten sich in Frankreich das 16. Mal in Folge mehr Menschen arbeitslos. Im Juli hatte sich die Zahl um 41.300 auf insgesamt 2,987 Millionen Arbeitslose erhöht.

Immer mehr französische Konzerne streichen Stellen, um die Auswirkungen der Absatzkrise in Europa in den Griff zu bekommen. Dazu gehören auch Schwergewichte wie der französische Autobauer Peugeot und der Einzelhandelsriese Carrefour. Der französische Industrieminister Arnaud Montebourg plädierte daher für den Einsatz deutscher Arbeitsmarktmodelle. In Krisenzeiten sollte Unternehmen wie in Deutschland die Möglichkeit der Kurzarbeit eingeräumt werden, sagte Montebourg. Deutschland sei damit gut durch die Krise gesteuert.

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