Italien rutscht immer tiefer in die Rezession

Italien rutscht immer tiefer in die Rezession

Das schwerverschuldete Italien schlittert immer tiefer in die Rezession. Im zweiten Quartal 2012 ist Italiens Wirtschaft um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. teilte das nationale Statistikamt Istat am Montag mit.

Damit wurden die im August veröffentlichten vorläufigen Quartalsangaben nach unten revidiert. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2011 sank Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) um 2,6 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis seit dem vierten Quartal 2009 als der BIP-Rückgang 3,5 Prozent betragen hatte.

Damit verzeichnete Italien in vier Quartalen in Folge einen BIP-Rückgang. Im vierten Quartal 2011 hatte Istat einen BIP-Rückgang von 0,7 Prozent gemeldet, im dritten hatte das Minus bereits 0,2 Prozent betragen. Im ersten Quartal 2012 war Italiens Wirtschaft um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die letzte Rezessionsphase war im zweiten Quartal 2009 zu Ende gegangen.

Die Ausgaben der italienischen Familien für dauerhafte Gebrauchsgüter sind im zweiten Quartal um 3,5 Prozent gesunken. Bei nicht dauerhaften Gebrauchsgüter wurde ein Minus von 3,5 Prozent verzeichnet.

"In den nächsten sechs Monaten wird es noch hart sein."

UniCredit-Chef Federico Ghizzoni ist dennoch zuversichtlich, dass es in einigen Monaten zu einem Ende der schweren Rezession in Italien kommen wird. "In den nächsten sechs Monaten wird es noch hart sein. Doch es gibt Signale der Reaktion auf das allgemeine Klima und die Haltung Europas ist für ein Ende der Krise günstiger geworden" sagte Ghizzoni im Interview mit der Wirtschaftsbeilage der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

"Ich will nicht naiv erscheinen. Die Auswirkungen der Krise sind hart zu spüren, doch die Situation ist übersichtlicher geworden. Auf EU-Ebene begreift man endlich, dass es wichtig ist, den Weg der Integration zu beschleunigen", so der Chef der Bank Austria-Mutter.

"Auch Deutschland hat ein größeres Bewusstsein der Bedeutung einer stärkeren Integration. Die EU ist heute weder Fleisch noch Fisch, das muss gelöst werden. Die Schritte, die in den letzten Monaten unternommen worden sind, gehen in diese Richtung", betonte Ghizzoni.

UniCredit wolle jungen Mitarbeitern verstärkt die Tore öffnen. "Das ist unsere nächste Herausforderung. Wir wollen wieder Jugendliche anstellen und ihnen Verantwortung anvertrauen", betonte Ghizzoni. "Wir müssen uns in Italien verjüngen. In Osteuropa sind wir eine junge Gruppe, die Hälfte der Mitarbeiter ist unter 40 Jahren. In der Türkei liegt der Durchschnitt unter 30 Jahren".

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