Italien hat genug von Monti

Italien hat genug von Monti

Knapp zwei Drittel der Italiener lehnen einer Umfrage zufolge eine zweite Amtszeit von Ministerpräsident Mario Monti ab.

Rund ein Jahr nach Regierungsübernahme sprachen sich 62 Prozent der Befragten gegen einen Verbleib Montis an der Spitze des Kabinetts nach den Wahlen 2013 aus, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts SWG hervorging. Der ehemalige EU-Kommissar Monti hatte im November 2011 die Amtsgeschäfte des zurückgetretenen Silvio Berlusconi übernommen. Monti kandidiert zwar nicht bei der für April kommenden Jahres angesetzten Wahl, stellt sich aber im Falle eines unklaren Ausgangs weiter als Chef einer Expertenregierung zur Verfügung.

Monti hatte Italien im Kampf gegen die Schuldenkrise dem Land einen harten Sparkurs verordnet. Vertreter der Europäischen Union und der Wirtschaft haben erklärte, eine weitere Regierung unter dem als besonders gewissenhaft geltenden Ökonomieprofessor wäre das Beste für Italien. Diese Meinung teilen der Umfrage zufolge aber nur 22 Prozent der Bürger. Die von Monti durchgesetzten Einschnitte hatten zuletzt Massenproteste und Streiks ausgelöst.

Die Unzufriedenheit vieler Italiener spiegelt sich auch in den stark gesunkenen Zustimmungswerten für Monti wider. Diese haben sich der Umfrage zufolge im Verlauf der vergangenen zwölf Monate auf 36 Prozent halbiert. Der Chef des Meinungsforschungsinstituts SWG, Roberto Weber, bewertet Montis Umfrageergebnisse trotzdem als vergleichsweise gut: "Angesichts der eingeleiteten Maßnahmen und der extrem schwierigen Lage sind seine Zustimmungsraten hoch", erklärte Weber.

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