Iran beharrt auf Recht auf Urananreicherung

Iran beharrt auf Recht auf Urananreicherung

Der Iran pocht weiter auf sein Recht auf die Nutzung der Kernenergie. Die dritte Atom-Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den UN-Veto-Mächten brachte am ersten Tag noch keine Einigung.

Genf. "Wir haben unser Vertrauen verloren ... wir können keine ernsthaften Gespräche führen, bevor dieses wiederhergestellt ist." Dies bedeute aber nicht, dass man aufhören werde zu verhandeln, betonte der iranische Vize-Außenminister Abbas Arakchi.

Am Mittwoch war in Genf die dritte Atom-Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den UN-Veto-Mächten Russland, USA, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland innerhalb eines Monats eingeläutet worden. Der Iran gab sich wenig kompromissbereit.

Das "größte Hindernis" seien die Ereignisse bei der vergangenen Gesprächsrunde, sagte Araqchi mit Blick auf die harte Haltung Frankreichs. "Das Spiel vom letzten Mal sollte nicht wiederholt werden. Auch sollte von uns nicht zuviel gefordert werden. Die Forderungen sollten eine Verhältnismäßigkeit haben." Laut Diplomaten hatte Frankreich bei dem Treffen vom 7. bis 9. November auf die Verschärfung des diskutierten Übergangsabkommens gedrängt.

Noch keine Einigung am ersten Tag

Die Genfer Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind am heutigen Donnerstag fortgesetzt worden. Unterhändler Teherans und der internationalen Gemeinschaft loten in der Westschweizer Stadt Möglichkeiten einer Übergangslösung aus.

Für eine Zwischenlösung soll der Iran Teile seines Atomprogramms einfrieren; im Gegenzug könnten Teile der Wirtschaftssanktionen gegen das Land ausgesetzt werden. Der Iran pocht auf ein Recht auf ein ziviles Atomprogramm. Den Verdacht, man wolle den Bau von Atomwaffen vorbereiten, weist die Teheraner Führung zurück.

Am ersten Tag hatte es trotz vorsichtigem Optimismus keine Einigung in den Gesprächen zwischen dem Iran und der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) gegeben. Daher gebe es auch noch keine Veranlassung für eine erneute Teilnahme der 5+1-Außenminister an dem Treffen, hieß es in Delegationskreisen.

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

Politik

Österreich beteiligt sich an Allianz gegen Terrormiliz IS

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

International

EU buttert 26 Milliarden in Verkehrs-Infrastruktur

der polnische Finanzminister Mateusz Szczurek will 700 Milliarden für Investitionen in Europa. Alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sollen einzahlen
 

International

Polen will 700-Milliarden-Investitionsfonds für Europa