Iran und IAEA unterzeichnen Abmachung in Teheran

Iran und IAEA unterzeichnen Abmachung in Teheran

Der Iran und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) haben eine neue Abmachung unterzeichnet. Sie wurde am Montag von IAEA-Chef Yukiya Amano (Bild) und Irans Atomchef Ali-Akbar Zalehi in der iranischen Atomorganisation in Teheran unterschrieben.

Das Abkommen soll als Fahrplan für die weitere technische Zusammenarbeit dienen. Dabei soll es auch um Inspektionen von Militäranlagen gehen, darunter die von Parchin im Südosten der Hauptstadt Teheran. Westliche Geheimdienste vermuten, dass dort Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen stattgefunden haben.

Wann der Iran die Erlaubnis für eine Inspektion von Parchin - das Hauptanliegen der IAEA - gewähren wird, ist jedoch noch unklar. Der Iran hat mehrmals betont, ohne Anerkennung seines Rechts auf ein friedliches Atomprogramm und ohne Aufhebung der wirtschaftlichen Sanktionen sei eine Inspektion von Parchin nicht möglich. Beide Forderungen wurden bis jetzt von der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllt.

Fortschritte in verschiedenen Bereichen hätten die Einigung ermöglicht, sagte Zalehi am Montag dem englischsprachigen Sender Press TV. IAEA-Chef Amano war zuvor zu Gesprächen über das umstrittene iranische Atomprogramm in Teheran eingetroffen, nachdem am Vortag Verhandlungen der 5+1-Gruppe über ein Atomabkommen mit dem Iran vertagt worden waren.

Kerry hofft auf Einigung binnen Monaten

Nach den Worten von US-Außenminister John Kerry könnte der seit Jahren währende Atomstreit mit dem Iran in den kommenden Monaten beigelegt werden. Eine Lösung schütze auch den US-Verbündeten Israel, sagte Kerry am Montag bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Unmittelbar nach Ende der jüngsten Gespräche in Genf hatte Kerry erklärt, man sei einer Einigung nähergekommen. Mit harter Arbeit und gutem Willen sei dieses Ziel in den kommenden Wochen zu erreichen.

Auch der französische Außenminister Laurent Fabius äußerte sich am Montag zuversichtlich. "Wir sind nicht weit entfernt von einer Einigung mit den Iranern, aber wir sind noch nicht dort angelangt", sagte Fabius dem Radiosender Europe 1. Zuvor hatte er vor einer übereilten Vereinbarung mit dem Iran gewarnt. Die deutlichen Worte Frankreichs zu möglicherweise überhöhten Erwartungen an die Verhandlungen mit dem iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Sarif bewerteten einige aus dem Umkreis der Gespräche als ein Ausscheren Frankreichs.

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