"Ich wünsche mir den Zusammenbruch der EU"

"Ich wünsche mir den Zusammenbruch der EU"

"Ich bin eine überzeugtere EU-Phobikerin als sonst wer. (...) Ich will zu einem Europa der Vaterländer zurückkehren, in dem es Kooperationen zwischen den Nationen gibt."

Die rechtsextreme "Front National" (FN) ist aktuell bemüht, das überraschend gute Ergebnis ihrer Präsidentschaftskandidatin und Vorsitzenden Marine Le Pen (17,9 Prozent) nun in Parlamentssitze umzumünzen.

Zu FPÖ unterhalte man "exzellente Beziehungen", so die Politikerin zu der Zeitung. FPÖ-Chef Heinz Christian "Strache will doch die Union ändern. Er will wieder zu einem Europa der Nationen zurückkehren - oder nicht? Dann muss man sich die Frage stellen, ob das System reformierbar ist. Kann man ein Europa, das grundlegend auf einen Bundesstaat hinausläuft, in ein Europa der Vaterländer umwandeln? Das glaube ich nicht. Die Sowjetunion war ja auch nicht reformierbar. Also glaube ich, dass das System zusammenbrechen muss, bevor ein neues entstehen kann. Mit dem Euro wird auch die EU zusammenbrechen", so Le Pen weiter.

Beim umstrittenen Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) in der Hofburg im Jänner war auch Le Pen zu Gast. Dazu meint sie: "Ich sehe, dass in Österreich dieselbe Verteufelung wie hier im Gange ist. Aus dieser Verbindung kam doch ein Attentäter gegen Hitler. (...) Das ist Desinformation. Trotzkisten und Stalinisten bezeichnen seit Jahrzehnten alle als Nazis, die mit ihnen nicht einverstanden sind. Ich bin auf Einladung von Monsieur Strache zum Ball gegangen und würde es wieder tun."

Zum Thema Umweltschutz sagt die Politikerin dem "Kurier": "Der Hauptfeind des Umweltschutzes ist das globalisierte, ultraliberale Freihandelssystem. Echte Ökologie besteht darin, vor Ort zu produzieren und wiederzuverwerten. (...) So lange uns die USA und China zum Teufel schicken, bleiben unsere Bemühungen lächerlich. Ich will daher einen intelligenten Schutz an den Grenzen. Wenn wir morgen China sagen, je stärker ihr bei euch Sozial- und Umweltschutz erhöht, desto stärker senken wir unsere Einfuhrzölle, das würde sie (China) in die Höhe ziehen. Derzeit geschieht das Gegenteil."

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