"Ich wäre Deutschland gegenüber weniger hörig gewesen"

"Ich wäre Deutschland gegenüber weniger hörig gewesen"

Silvio Berlusconi kritisiert den hohen Steuerdruck in Italien. "Professor Monti hat die Steuern erhöht, statt Produktion und Konsum in Schwung zu bringen".

"Ich wäre Deutschland gegenüber weniger hörig gewesen, einem Land, das den anderen EU-Partnern Disziplin und Strenge vorschreibt. Damit kann man aber nicht die Verschuldung reduzieren, das ist eine Illusion. Die Verschuldung sinkt mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, das heißt durch Entwicklung und Wirtschaftsaufschwung", sagte Berlusconi im Interview mit der Online-Tageszeitung "Huffington Post" in der italienischen Version.

Der Medienzar kritisierte den hohen Steuerdruck in Italien. "Professor Monti hat die Steuern erhöht, statt Produktion und Konsum in Schwung zu bringen. Wir sind gegenüber dieser ausschließlich rezessiven Politik kritisch. Wir würden uns mehr Mut wünschen. Neben Sparpolitik und Einsatz für eine ausgeglichene Bilanz muss die Regierung Monti ihre wirtschaftspolitische Strategie ändern und auf Entwicklung setzen", betonte Berlusconi.

"Steuerpolizeistaat"

Der TV-König hat klare Ideen: "Ich hätte den Steuerdruck nicht erhöht. Ich hätte nicht die Grenze von 1000 Euro für Bargeldzahlungen eingeführt. Die Bürger erleben sich als Gefangene eines Steuerpolizeistaates, der alle Ausgaben, also den Wohlstand, kontrolliert", kritisierte der 75-Jährige.

Auf die Frage, ob er Monti als Premierkandidat unterstützen würde, sollte dieser seine Kandidatur für die Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr einreichen, antwortete Berlusconi: "Wir müssen sehen und abwarten, ob Monti überhaupt kandidieren will", sagte Berlusconi. Er wollte noch nicht bekanntgeben, ob er als Premierkandidat für das Mitte-rechts-Lager wieder an den Parlamentswahlen teilnehmen werde. Er sei jedenfalls bereit, auch einen anderen Kandidaten des Mitte-rechts-Blocks zu unterstützen. Wichtig sei, dass Italien nicht wieder unter Kontrolle der Linksparteien gerate.

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